Hotel „No. 11“ wird deutlich erweitert
Eine echte Herausforderung

Lüdinghausen -

Rund eine Million Euro investieren Antje und Ludger Bunse in die Erweiterung des Hotels „No. 11“ in der Hermannstraße. Dafür werden ein schlanker Neubau errichtet sowie das denkmalgeschützte Haus Hermannstraße 7 einbezogen. Nach Fertigstellung stehen in 17 Zimmern 31 Betten für die Gäste bereit.

Dienstag, 24.09.2019, 08:00 Uhr
Das Hotel „No. 11“ in der Hermannstraße, betrieben von Ludger und Antje Bunse (kl. Foto v.r.), wird vergrößert. So soll nicht nur die Baulücke – ehemals Hausnummer 9 – geschlossen, sondern auch das denkmalgeschützte Haus Nummer 7 einbezogen werden. Die Planung übernimmt Marianne Smula, Geschäftsführerin von Reher Wohnbau in Nordkirchen.     
Das Hotel „No. 11“ in der Hermannstraße, betrieben von Ludger und Antje Bunse (kl. Foto v.r.), wird vergrößert. So soll nicht nur die Baulücke – ehemals Hausnummer 9 – geschlossen, sondern auch das denkmalgeschützte Haus Nummer 7 einbezogen werden. Die Planung übernimmt Marianne Smula, Geschäftsführerin von Reher Wohnbau in Nordkirchen.     

Geplant hatten Antje und Ludger Bunse ursprünglich nur die „kleine Lösung“. Das seit fünf Jahren bestehende Hotel „No. 11“ in der Hermannstraße sollte auf dem schmalen Grundstück nebenan um sechs Zimmer erweitert werden. So die Idee im April 2018 ( WN berichteten). Andert­halb Jahre später soll die „große Lösung“ umgesetzt werden. Auch das denkmalgeschützte Haus Hermannstraße 7 wird in das Hotelprojekt einbezogen. Das erklärte das Inhaberehepaar im Gespräch mit den WN.

Eine Million Euro wird investiert

Bei der ursprünglichen Erweiterungsplanung hätten sie festgestellt, dass nicht genügend Platz für die Gemeinschaftsräume geblieben wäre, sagte Ludger Bunse. Und so werde jetzt die gesamte zur Verfügung stehende Fläche für das Hotel genutzt. Für die Umsetzung des Gesamtprojekts ist Marianne Smula vom Nordkirchener Unternehmen Reher Wohnbau verantwortlich, die schon die Planung für das Haus Hermannstraße 11 übernommen hatte. Insgesamt sollen rund eine Million Euro investiert werden.

„Das Ganze ist eine Herausforderung für alle Beteiligten“, erklärte Ludger Bunse. Die lange Planungsphase habe vor allem mit Fragen zum Brand- sowie zum Denkmalschutz zu tun. Aber, und das betonte er ausdrücklich, die entsprechenden Behörden hätten „sehr gut mitgespielt“. Habe es doch gegolten, „Denkmalaspekte und Wirtschaftlichkeit unter einen Hut zu kriegen“.

17 Zimmer, 31 Betten

 

Im schmalen Neubau, für den die Rohbauarbeiten noch im November beginnen sollen, werden sechs Zimmer, im denkmalgeschützten Haus Hermannstraße 7 werden im Obergeschoss vier Gästezimmer entstehen. Das Erdgeschoss nimmt einen großzügigen, viereinhalb Meter hohen Frühstücksraum auf sowie die Küche, die Rezeption und einen Backoffice-Bereich. Alle Teile des dann 17 Zimmer mit 31 Betten umfassenden Hotels werden barrierefrei – inklusive einem Aufzug – erreichbar sein. Alle Zimmer, wie schon im bereits bestehenden Hotel, werden individuell eingerichtet. Um genau diesem Anspruch auch gerecht zu werden, sind Antje und Ludger Bunse aktuell in England unterwegs, um sich nach alten Möbeln und Einrichtungsgegenständen umzusehen. Die ersten Gäste, hofft Antje Bunse, könnten sich schon im September 2020 in dem erweiterten Hotel wohlfühlen.

Vorstellung im Bauausschuss

Auch gestalterisch hat sich Planerin Smula für das Hotel einiges einfallen lassen. Während der schlanke Neubautrakt eine hell verputzte Fassade erhält, soll das denkmalgeschützte Haus Hermannstraße 7 einen komplett neuen Giebel bekommen. Während das Erdgeschoss verklinkert wird, kommt im Obergeschoss Holz zum Einsatz. „Wir werden etwas genauso Schickes hinbekommen wie in No.11“, ist Smula überzeugt. Die Umsetzung der Baumaßnahme liege, so Ludger Bunse, in den Händen von Handwerkern aus Lüdinghausen und der nahen Umgebung. Schließlich sei vor allem das denkmalgeschützte Haus mit seinen Wurzeln aus dem frühen 17. Jahrhundert eine echte Herausforderung. Das sei inzwischen gründlich entkernt worden und offenbare interessante Einblicke in alte Baukunst.

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Die Pläne für die Erweiterung des Hotels stellt Smula in der heutigen Sitzung des Bauausschusses um 17 Uhr in der Burg Lüdinghausen vor.

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