Kastanienallee in Seppenrade
Über 1300 Unterschriften gegen Abholzung

Seppenrade -

Mitte Juli hatte die untere Landschaftsbehörde des Kreises grünes Licht für die Abholzung der Kastanienallee gegeben. Grund: der Ausbau der Straße sowie eine Bakterienerkrankung an knapp der Hälfte der Bäume. Dank der Unterschriftensammlung soll es nun noch mal eine Bürgerversammlung geben, bevor die Politik erneut entscheidet.

Mittwoch, 25.09.2019, 17:35 Uhr aktualisiert: 26.09.2019, 11:34 Uhr
Bürgermeister Richard Borgmann (2.v.l.) nahm den Ordner mit den mehr als 13ßß Unterschriften am Mittwoch entgegen.
Bürgermeister Richard Borgmann (2.v.l.) nahm den Ordner mit den mehr als 13ßß Unterschriften am Mittwoch entgegen. Foto: ben

Einen dicken schwarzen Aktenordner mit mehr als 1300 Unterschriften für den Erhalt der Kastanienallee in Seppenrade überreichten am Mittwochnachmittag Anwohner und Bürger an die Stadtspitze. Die Bäume der Allee sollen im Zuge eines geplanten Straßenausbaus mit dazugehörigen Gehwegen gefällt werden. Nach einem Gutachten, das eine Bakterien-Erkrankung an 47 Prozent der rund 90 Jahre alten Bäume festgestellt hat, hatte der Beirat der unteren Landschaftsbehörde des Kreises Coesfeld im Juli einer Abholzung zugestimmt (WN berichteten).

Dagegen hatte sich Widerstand bei Anwohnern und Bürgern formiert. „Angesichts der brennenden Wälder am Amazonas – ist da nicht jeder Baum wertvoll und sollte erhalten werden, so lange es geht?“, stellte Eberhard Lindemann als einer der für die Unterschriftenliste Verantwortlichen die Frage. „Wir nehmen Ihr Anliegen durchaus ernst und ich ziehe persönlich den Hut vor Ihrem Engagement“, unterstrich Bürgermeister Richard Borgmann.

Er mahnte zugleich aber auch an, dass alle Interessen abgewogen und berücksichtigt werden müssten. Darum werde es noch in diesem Jahr eine Bürgerversammlung geben, bei der noch einmal „alle Informationen auf den Tisch kommen“. Danach sei dann erneut die Politik am Zuge zu entscheiden, ob sie bei ihrem Beschluss bleibe.

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