Schulentwicklungsplan des Kreises
Diskussion über Förderschulen geht weiter

Lüdinghausen -

Das Verhalten des Kreises Coesfeld rund um die Verlagerung der Astrid-Lindgren-Schule von Lüdinghausen zur Steverschule nach Nottuln sorgte am Donnerstagabend im Schulausschuss der Stadt erneut für eine ausgiebige Diskussion. Dabei ging es auch um Formulierungen in der Beschlussempfehlung der Verwaltung.

Samstag, 28.09.2019, 17:00 Uhr
Ende des Schuljahres 2018/19 hat die Astrid-Lindgren-Schule ihre Pforten in Lüdinghausen geschlossen. 
Ende des Schuljahres 2018/19 hat die Astrid-Lindgren-Schule ihre Pforten in Lüdinghausen geschlossen.  Foto: Peter Werth

Vor dem Hintergrund der Verlagerung der Astrid-Lindgren-Schule von Lüdinghausen zur Steverschule nach Nottuln hat der Schulentwicklungsplan des Kreises Coesfeld für den Bereich der Förderschulen in der Sitzung des Lüdinghauser Schulausschusses am Donnerstagabend für eine ausgiebige Diskussion gesorgt. Zuvor legte Bürgermeister Richard Borgmann noch einmal die – auch von seinen Amtskollegen des Südkreises – angeführten Kritikpunkte dar.

Dazu gehören vor allem die teils deutlich längeren Fahrzeiten für Kinder aus diesen Kommunen. „Außerdem ist es sehr bedauerlich, dass der Kreis nicht die Schulentwicklungsplanung abgewartet hat, sondern parallel dazu bereits Planungen für die Bebauung des Geländes der Astrid-Lindgren-Schule in Auftrag gegeben hat“, machte Borgmann deutlich. Vor dem Hintergrund, dass Kinder aus Olfen und Nordkirchen statt nach Nottuln zu fahren, die Förderschule in Selm besuchen dürfen, fordert der Bürgermeister ferner, allen Eltern im Kreis Coesfeld gleiche Wahlmöglichkeiten einzuräumen.

Wir sind jetzt an einem Punkt, wo wir die Situation akzeptieren müssen.

Sabine Schäfer (FDP)

Aloys Schnittker (CDU) und Sabine Schäfer (FDP), die beide auch Mitglied des Kreis-Schulausschusses sind, wiesen am Donnerstagabend darauf hin, dass der einstimmige Beschluss der Schulkonferenz der Astrid-Lindgren-Schule für den Umzug nach Nottuln eine wesentliche Rolle bei der Entscheidung des Kreisgremiums gespielt habe. „Wir sind jetzt an einem Punkt, wo wir die Situation akzeptieren müssen. Das heißt, wir brauchen eine wertfreie Beschlussvorlage“, so Schäfer. Ihr von den Grünen mitgetragener Vorschlag, den Passus, die Schulentwicklungsplanung des Kreises mit Bedauern zur Kenntnis zu nehmen, zu streichen, fand jedoch keine Mehrheit.

Bei fünf Gegenstimmen und einer Enthaltung blieb die Bedauernsbekundung ebenso in der Beschlussempfehlung an den Rat, wie die Aufforderung an den Kreis, den Gedanken von Verbundschulen weiter zu verfolgen. Außerdem wird eine jährliche Überprüfung der sonderpädagogischen Förderung im Kreis mit der Option zur Nachsteuerung gemeinsam mit den Kommunen gefordert.

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