Besuche in Tschenstochau und Breslau
Per Bus und Bike gepilgert

Lüdinghausen -

80 Wallfahrer aus Lüdinghausen machten sich per Bus und Motorrad nach Polen auf. Die Pilger steuerten unter anderem den Marienwallfahrtsort Tschenstochau sowie die Stadt Breslau an. Unterkunft fanden sie unter anderem in der Partnerstadt Nysa.

Freitag, 27.09.2019, 17:20 Uhr aktualisiert: 27.09.2019, 23:40 Uhr
In der Partnerstadt Nysa stellten sich alle Pilger – Bus- wie Motorradreisende – gemeinsam dem Fotografen. Zu den Zielen der Lüdinghauser gehörte neben dem Wallfahrtsort Tschenstochau auch die Stadt Breslau mit der Jesuitenkirche.
In der Partnerstadt Nysa stellten sich alle Pilger – Bus- wie Motorradreisende – gemeinsam dem Fotografen. Zu den Zielen der Lüdinghauser gehörte neben dem Wallfahrtsort Tschenstochau auch die Stadt Breslau mit der Jesuitenkirche. Foto: Kirchengemeinde

Für viele der 80 Wallfahrer war es ein bewegender Moment: Die Kerzen, die sie den ganzen Weg nach Polen bei sich getragen hatten, wurden ganz nahe an der Ikone der „Schwarzen Madonna “ in Tschenstochau entzündet. Pfarrer Benedikt Elshoff und Pastoralreferent Reinhold Leydecker hatten den Gottesdienst gestaltet und Pfarrer Günther Grothe begleitete die Pilger auf seiner Gitarre, heißt es in einer Pressemitteilung der Kirchengemeinde St. Felizitas. Das Lied der „Schwarzen Madonna“ wurde in deutscher wie auch in polnische Sprache gesungen.

Der Weg zum wichtigsten polnischen Wallfahrtsort war von Ursula Hölper für 26 Teilnehmer als Bus-Reise organisiert worden. Pfarrer Elshoff hatte mit Amandus Petrausch und Josef Entrup eine Etappen-Wallfahrt für 53 Motorrad- und Bulli-Fahrer vorbereitet. Treffpunkt für beide Gruppen war zunächst die Partnerstadt Nysa. Bis dahin hatten die Motorradfahrer schon die Zisterzienser-Klöster in Helfta und Marienthal besucht und einen Gottesdienst im Kloster Hejnice in Tschechien gefeiert.

Bewegte Geschichte

Der Annaberg als Wallfahrtsort der Schlesier war mit seiner bewegten Geschichte Ziel beider Gruppen. Der Pfarrer der St.-Jakobus-Pfarrei in Nysa, Nikolaus Mroz, begleitete ebenfalls Bus- wie Motorradpilger und wusste viel aus Geschichte und Gegenwart zu erzählen.

Die Buswallfahrer hatten noch eine Begegnung mit den Elisabeth-Schwestern und erfuhren manches über deren Arbeit in der Kinderbetreuung und der Suppenküche. Beim Grab der heiligen Hedwig in Trebnitz trafen sie eine große Pilgergruppe von sehbehinderten Menschen, für die in der Basilika ein eigenes Konzert gegeben wurde.

Ein weiteres Ziel war Breslau mit der Kathedrale, der Jesuitenkirche, dem Markt und den Denkmälern von Dietrich Bonhoeffer und Kardinal Boleslaw Kominek. In der Lüdinghauser Partnerstadt Nysa wurden schließlich manche alten Bekanntschaften gepflegt, die Stadt erkundet und zum Abschluss ein Gottesdienst mit der polnischen Gemeinde gefeiert.

34 Motorradfahrer wagten dann noch den Weg durch Tschechien nach Österreich, wo sie in Wien das Zisterzienser-Stift Heiligenkreuz besuchten. Für viele Teilnehmer war diese Pilgerfahrt eine besondere Erfahrung. Das Unterwegssein wie das Ankommen, die Gemeinschaft wie das Gebet haben bei vielen Pilgern Spuren hinterlassen, heißt es abschließend.

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