Neues Baugebiet „Aabach“
Grünes Licht für ersten Aufschlag

Lüdinghausen -

Der erste Schritt in Richtung eines neuen Baugebietes ist gemacht: Am Dienstagabend gab der Planungsausschuss grünes Licht für die Aufstellung des Bebauungsplans „Aabach“ und die entsprechende Flächennutzungsplanänderung. Zwischen Sendener Straße und Stadtfeldstraße sollen 216 Grundstücke entstehen.

Donnerstag, 03.10.2019, 12:00 Uhr
Auf dem 16,8 Hektar großen Areal sind 216 Bauplätze vorgesehen. 
Auf dem 16,8 Hektar großen Areal sind 216 Bauplätze vorgesehen.  Foto: Peter Werth

Grünes Licht gab es am Dienstagabend für den ersten Schritt hin zu einem neuen Baugebiet: Bei drei Enthaltungen hat sich der Planungsausschuss für die Aufstellung des Bebauungsplans „Aabach“ sowie die erforderliche Änderung des Flächennutzungsplans ausgesprochen. Auf der bislang landwirtschaftlich genutzten Fläche von 16,8 Hektar östlich der Ostenstever zwischen Sendener Straße und Stadtfeldstraße sollen 216 Grundstücke für Einfamilien-, Doppel-, Reihen- und Mehrfamilienhäuser entstehen (WN berichteten).

Aabach muss renaturiert werden

Wie Stadtplanerin Janine Schmidt im Ausschuss erläuterte, soll das neue Wohngebiet über die Stadtfeldstraße an den Ortskern angebunden werden. Um Entlastung für die Anlieger dort zu schaffen, sei eine Querverbindung von der Stadtfeldstraße zur Sendener Straße vorgesehen. An der B 235 sind zudem ein Lärmschutzwall sowie ein Park-and-Ride-Parkplatz geplant. Der Aabach, der mitten durch das gleichnamige Baugebiet verläuft, muss aus Hochwasserschutzgründen renaturiert werden. Die unter Denkmalschutz stehende alte Mühle wird mit einem Grüngürtel samt Spielflächen umgeben.

Der erste Entwurf für das Areal sieht verschiedene Quartiere mit unterschiedlichen Gebäudeformen vor. Im südwestlichen Bereich in Richtung Innenstadt beispielsweise sei vor allem Geschosswohnungsbau vorgesehen, erläuterte Schmidt. Mitten drin plant die Stadt einen neuen Kindergarten mit maximal sechs Gruppen.

Kommune besitzt bislang nur 1,4 Hektar

Apropos Stadt: Im Besitz der Kommune sind bislang lediglich 1,4 Hektar der Fläche, bei der insgesamt elf Eigentümer im Spiel sind. Daher ist ein sogenanntes Umlegungsverfahren, eine Art Tausch von Grundstücksflächen, unumgänglich. Wenn das nicht gelinge, sei das gesamte Verfahren weitgehend hinfällig, machte Bürgermeister Richard Borgmann deutlich. Dann bleibt als Option nur die Vermarktung der städtischen 1,4 Hektar. Auf eine Zeitschiene, wann die Vermarktung der Baugrundstücke beginnen kann, wollte sich Borgmann daher auch nicht festlegen.

Niko Gernitz (SPD) kritisierte, dass bei den Planungen der Bau von bezahlbarem Wohnraum fehle. „Außerdem sollten wir die Mehrfamilienhäuser nicht an einer Stelle konzentrieren“, so der Sozialdemokrat. Eckart Grundmann, Fraktionsvorsitzender der Grünen, schlug vor, das Neubaugebiet als Klimaschutzsiedlung auszuweisen und das auch im Bebauungsplan festzulegen. Das ging nicht nur Cornelia Fricke (FDP) etwas zu weit. „Wir sollten erst mal schauen, ob wir die Flächen überhaupt bekommen“, sagte sie. Markus Kehl (UWG) meinte: „Wir schaffen hier 216 Wohneinheiten, da ist es doch klar, dass wir die Aspekte Klimaschutz und sozialer Wohnungsbau unterbringen.“ Auf Vorschlag des Bürgermeisters wurde die Beschlussempfehlung an den Rat schließlich mit dem zusätzlichen Passus versehen, den Bebauungsplan „Aabach“ und die Änderung des Flächennutzungsplans unter Zugrundelegung des zu erarbeitenden Klimaschutzkonzeptes aufzustellen. Das ging den Grünen jedoch nicht weit genug – daher enthielten sie sich bei der Abstimmung.

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