Wohnanlage am Nottengartenweg
Landrat stellt erste Pläne des Kreises vor

Lüdinghausen -

Die künftige Nutzung des Geländes der früheren Astrid-Lindgren-Schule hat in den vergangenen Wochen für Missstimmungen zwischen Stadt und Kreis gesorgt. Am Dienstagabend stellte Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr den Lüdinghauser Politikern persönlich die ersten Ideen des Kreises für eine Wohnanlage am Nottengartenweg vor.

Donnerstag, 03.10.2019, 08:00 Uhr
Als ein Beispiel, wie sich ein kleines Quartier mit gefördertem Wohnungsbau entwickeln lässt, präsentierte der Landrat das St.-Josefs-Areal in Emsdetten. Die Grafik (r.) zeigt eine mögliche Anordnung der Gebäude auf dem Gelände am Nottengartenweg.
Als ein Beispiel, wie sich ein kleines Quartier mit gefördertem Wohnungsbau entwickeln lässt, präsentierte der Landrat das St.-Josefs-Areal in Emsdetten. Die Grafik (r.) zeigt eine mögliche Anordnung der Gebäude auf dem Gelände am Nottengartenweg. Foto: Kreis Coesfeld

Nach den Querelen zwischen Stadt und Kreis über die künftige Nutzung des Geländes der ehemaligen Astrid-Lindgren-Schule und die Kommunikation dazu gab es am Dienstagabend im Planungsausschuss Informationen aus erster Hand: Der Vorsitzende Wilhelm Kortmann hatte auf Antrag von SPD und Grünen Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr sowie Kreisdirektor Joachim Gilbeau eingeladen, um den Kommunalpolitikern die Pläne für das Areal am Nottengartenweg, das dem Kreis gehört, zu erläutern. Der Kreisausschuss hatte sich im September klar dafür ausgesprochen, dort eine Wohnanlage mit rund 70 Einheiten, die zum Teil sozial gefördert werden, zu errichten (WN berichteten).

Es ist selbstverständlich, dass die Stadt Lüdinghausen hier die Planungshoheit hat.

Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr

„Es handelt sich hier um erste Planungsüberlegungen, die wir in den zurückliegenden Monaten angestellt haben – mehr ist es noch nicht“, stellte der Landrat gleich zu Beginn klar. Und – mit Blick auf die Missstimmungen der vergangenen Wochen – fügte er hinzu: „Es ist selbstverständlich, dass die Stadt Lüdinghausen hier die Planungshoheit hat.“

Der Kreis hatte zuvor überlegt, ob es für die bestehenden Gebäude andere Verwendungsmöglichkeiten für Schul- oder Verwaltungszwecke gibt. Das habe sich jedoch als nicht praktikabel herausgestellt, so Schulze Pellengahr. Vor dem Hintergrund, dass vor allem kleinere, bezahlbare Wohnungen fehlten, sei nun in Kooperation mit der Wohnbau Westmünsterland dieser erste Planungsentwurf entstanden. „Ich glaube, das ist eine gute Antwort auf die aktuelle Nachfrage“, meinte Schulze Pellengahr.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Michael Spiekermann-Blankertz zeigte sich überzeugt davon, dass „Lüdinghausen von sozial gefördertem Wohnungsbau profitiert“. Auf seine Nachfrage teilte Schulze Pellengahr mit, dass die Belange von Menschen mit eingeschränkter Mobilität bei den Planungen selbstverständlich berücksichtigt würden, und auch die Integration eines Kindergartens in den Bereich könnten Stadt und Kreis gemeinsam diskutieren. Eckart Grundmann, Fraktionssprecher der Grünen, bezeichnete es als „toll“, dass das Projekt mit dem Kreis als Investor in öffentlicher Hand bleibt. Gleichzeitig forderte er hohe Klimaschutzstandards für die Wohnanlage. Von Bürgermeister Richard Borgmann wollte er wissen, ob es schon eine Terminschiene für die Umsetzung gebe. Der machte jedoch deutlich, dass der Stadt noch nicht alle Informationen vorlägen. Daher könne er sich da nicht festlegen.

...wunderbarer Aufschlag, um mit der Verwaltung ins Gespräch zu kommen.

Bernhard Möllmann (CDU)

Für die CDU-Fraktion bezeichnete deren Vorsitzender Bernhard Möllmann die ersten Pläne als „wunderbaren Aufschlag, um mit der Verwaltung ins Gespräch zu kommen“. Um dafür eine gute Grundlage zu schaffen, beantragte Markus Kehl (UWG), im Beschlussvorschlag der Verwaltung auf den Hinweis zu verzichten, dass die Planungshoheit für das Areal bei der Stadt liegt. Dafür fand sich eine Mehrheit mit den Stimmen von SPD, Grünen und UWG. Bei einer Enthaltung, votierten CDU und FDP dagegen. Einigkeit herrschte schließlich darin, dass die Stadt bei Aufgabe des Schulstandortes am Nottengartenweg mit dem Kreis Gespräche über Nutzungsmöglichkeiten des Areals aufnehmen soll. Über deren Verlauf soll der Planungsausschuss regelmäßig informiert werden.

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