Messe „Wer rastet, der rostet“ im Berufskolleg
Selbstbestimmt leben im Alter

Lüdinghausen -

Um selbstbestimmtes Leben im Alter ging es unter anderem bei der Messe „Wer rastet, der rostet“ am Sonntag im Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg. Dazu hatte der Kreis Coesfeld unterschiedliche Anbieter und Referenten eingeladen. Im Zentrum standen Fragen rund um die Mobilität.

Montag, 07.10.2019, 08:00 Uhr aktualisiert: 10.10.2019, 14:14 Uhr
Auf gute Resonanz stieß am Sonntag die Messe „Wer rastet, der rostet“ im Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg. Zahlreiche Besucher informierten sich rund um das Thema „Mit Schwung in den nächsten Lebensabschnitt“.
Auf gute Resonanz stieß am Sonntag die Messe „Wer rastet, der rostet“ im Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg. Zahlreiche Besucher informierten sich rund um das Thema „Mit Schwung in den nächsten Lebensabschnitt“. Foto: Arno Wolf Fischer

„Es kommt nicht darauf an, wie alt man wird, sondern wie man alt wird“, fasste die stellvertretende Landrätin Anneliese Haselkamp am Sonntag einen zentralen Gedanken der Messe „Wer rastet, der rostet“ zusammen, zu der das Organisationsteam der Kreisverwaltung ins Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg geladen hatte. Nach dem Erfolg der Messe im vergangenen Jahr fiel die Wahl dieses Mal mit Lüdinghausen auf einen Veranstaltungsort im Süden des Kreises.

Doch genau wie im Vorjahr zog das vielfältige Angebot wieder Besucher aus dem gesamten Kreisgebiet an. Mit 18 Ständen im Innenraum und drei Aktionsbereichen vor dem Gebäude wurde von Themen wie Mobilität, Pflege und Wohnen bis hin zu Sicherheit und ehrenamtlichem Engagement über alle Bereiche des Lebens im Alter informiert. „Mit Schwung in den nächsten Lebensabschnitt“ lautete der Untertitel der Veranstaltung, bei der dieses Mal vor allem die Mobilität im Mittelpunkt stand. Anneliese Haselkamp fasste in ihrer Begrüßungsrede den Grund dafür zusammen: „Mobilität ist die Grundlage für bürgerschaftliches Engagement und eine aktive Teilnahme am Leben. Mobilität bedeutet Lebensqualität.“ Die steigende Lebenserwartung verbunden mit dem Rückgang der Geburtenraten würden die Gesellschaft verändern, was vor allem eines unabdinglich mache: „Alter verdient eine neue Betrachtung.“ So seien Senioren heute vor allem um ein weiterhin selbstbestimmtes Leben bemüht und hätten sich mit ihren Lebensentwürfen zunehmend von etablierten Altersbildern entfernt.

Mobilität ist die Grundlage für bürgerschaftliches Engagement und eine aktive Teilnahme am Leben. Mobilität bedeutet Lebensqualität.

Anneliese Haselkamp

„Altern ist sehr individuell und kein Mensch fühlt sich alt“, erklärte die Architektin und Wohnberaterin Annette Manai-Joswowitz und ihre Mitorganisatorin Anke Herbstmann ergänzte: „Wir möchten heute vor allem ein positives Altersbild präsentieren.“ Zum Angebot der Messe gehörten zahlreiche Vorträge, wobei die Moderatorin und Autorin Margaret Heckel mit „Leben für Fortgeschrittene“ das Programm eröffnete. „Jeder altert anders“, erklärte Heckel und betonte dabei die Bedeutung eines positiven Altersbildes, das maßgeblich zu einer höheren Lebenserwartung beiträgt. Für Erstaunen unter ihren Zuhörern sorgte indes ein Trend, der sich weltweit in zahllosen Befragungen abzeichnet: Menschen sind in der zweiten Lebenshälfte glücklicher. Verantwortlich sei dafür eine Veränderung der Werte und Verhaltensweisen, die durch Lebenserfahrung und ein Bewusstsein für die Endlichkeit des Lebens angestoßen wird.

Engagement bereichert das Leben. Die Leute sind sehr offen und lassen sich gerne ansprechen.

Gerda Danz

Eine zentrale Rolle in einem positiven Altersbild nimmt das ehrenamtliche Engagement ein. „Engagement bereichert das Leben“, war sich Gerda Danz vom Seniorenbeirat der Stadt Lüdinghausen sicher und konnte dabei einen erfreulichen Trend vermelden: „Die Leute sind sehr offen und lassen sich gerne ansprechen.“

Messe im Berufskolleg in Lüdinghausen

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Vor dem Gebäude informierte Ralf Hartz vom Forum „REHAkids“ über neue Formen der Mobilität. „Das Interesse an Spezialfahrrädern, Rollatoren und E-Mobilität nimmt erheblich zu“, erklärte Hartz und ergänzte: „Die Akzeptanz für diese Formen der Mobilität wird immer größer.“ Bis zum späten Nachmittag blieb auch für die Besucher abseits der Tanzvorführungen und Vorträge noch jede Menge Zeit zum Gespräch.

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