Bürgermeister zur Krankenhausplanung
Lüdinghausen versorgt auch Nachbarorte

Lüdinghausen -

Der Städte- und Gemeindebund hält für eine Reform der Krankenhausplanung ein nachhaltiges Versorgungskonzept für unerlässlich. In einer Stellungnahme dazu macht Lüdinghausens Bürgermeister Richard Borgmann seine Bedenken hinsichtlich falscher Eindrücke bei der kassenärztlichen Vereinigung deutlich.

Montag, 07.10.2019, 18:00 Uhr
Das St.-Marien-Hospital und der angrenzende Marien-Campus versorgen nicht nur Lüdinghausen, sondern auch die umliegenden Orte medizinisch.
Das St.-Marien-Hospital und der angrenzende Marien-Campus versorgen nicht nur Lüdinghausen, sondern auch die umliegenden Orte medizinisch. Foto: Anne Eckrodt

Der Städte- und Gemeindebund Nordrhein-Westfalen ist der Ansicht, dass für eine Reform der Krankenhausplanung ein nachhaltiges Versorgungskonzept erforderlich ist, welches sich an den medizinischen Bedürfnissen der Menschen ausrichtet. Nicht der Bettenabbau sei maßgeblich, sondern eine qualitativ hochwertige, ortsnahe Versorgung der Bürger.

Dem stimmt Bürgermeister Richard Borgmann laut einer jetzt veröffentlichten Pressemitteilung der Stadt zu und freut sich über die gute Situation in der Steverstadt. „Lüdinghausen geht mit der Einrichtung des Marien-Campus innovative Wege“, wird Borgmann in dem Pressetext zitiert. Während an anderen Orten Krankenhäuser geschlossen werden und Ärzte keine Nachfolger für ihre Praxen finden, stelle Lüdinghausen als Mittelzentrum auch die medizinische Versorgung für die umliegenden Städte und Gemeinden sicher.

Laut Städte- und Gemeindebund ist es besonders wichtig, dass die Angebote für die Menschen gut erreichbar und in Wohnortnähe vorhanden sind. Im ländlichen Raum haben Krankenhäuser demnach nicht nur die Aufgabe, die stationäre Versorgung sicherzustellen, sondern ergänzen darüber hinaus auch die ambulante medizinische Versorgung. Hierfür müssen in vielen Orten erst passende Konzepte entwickelt werden. Mit der Einrichtung des Marien-Campus und der Verzahnung von ambulanter und stationärer Betreuung an einem Ort sind laut Borgmann schon vor Jahren die richtigen Wege beschritten worden. „Ich freue mich immer wieder, wenn der Campus noch weiter wächst“, wird Borgmann in dem Pressetext weiter zitiert. Für die Menschen vor Ort sei er mit der Einrichtung des Cafés darüber hinaus zu einem Ort der Begegnung geworden.

Um die Versorgung auch für die kommenden Jahre sicherzustellen, sei es von immenser Bedeutung, dass Ärzte sich dort niederlassen, wo sie gebraucht werden und hierfür Anreize von der Politik geschaffen werden. Nach Ansicht des Bürgermeisters existieren bei den kassenärztlichen Vereinigungen falsche Eindrücke von der tatsächlichen Versorgungssituation vor Ort. Es sei wichtig, dass Lüdinghausen nicht nur für sich genommen betrachtet werde. Der Kreis der Menschen, für deren medizinische Versorgung Lüdinghausen zuständig ist, reiche deutlich über die Stadtgrenzen hinaus.

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