Lesung aus „Tagebuch von Adam und Eva“
Biblisches Gefühlschaos

Lüdinghausen -

Dass sich Theologie und Humor nicht ausschließen, bewiesen Sabine und Michael van Ahlen mit ihrer Lesung aus Mark Twains „Tagebuch von Adam und Eva“. Wenn Evas aufbrausende Art Adam nervt, kam das dem einen oder anderen Zuhörer durchaus bekannt vor.

Mittwoch, 09.10.2019, 18:00 Uhr
Mit Emotionen und erstklassigem Zusammenspiel brachten Sabine und Michael van Ahlen das Publikum mit ihrer Lesung in paradiesische Welten. Begleitet wurden sie von Britta Sonnemann am Klavier.
Mit Emotionen und erstklassigem Zusammenspiel brachten Sabine und Michael van Ahlen das Publikum mit ihrer Lesung in paradiesische Welten. Begleitet wurden sie von Britta Sonnemann am Klavier. Foto: jz

Liebe auf den dritten oder vierten Blick – mit Humor und Emotionen überzeugten Sabine und Michael van Ahlen am Dienstagabend bei ihrer Lesung im Pfarrheim St. Felizitas. In die Wege geleitet vom ökumenischen Arbeitskreis präsentierten sie eine für das Publikum vollkommen neue Interpretation der biblischen Entstehungsgeschichte der Welt nach Mark Twains „Tagebuch von Adam und Eva“. Musikalisch begleitet wurde die Lesung von Britta Sonne­mann am Klavier. „Es ist die Idee, Theologie und Humor miteinander zu verknüpfen“, erläuterte Pastoralreferentin Ruth Reiners und freute sich über den großen Andrang.

Die Lesung behandelte das erste Aufeinandertreffen von Adam und Eva in paradiesischer Natur, die es besonders Eva angetan hatte. Redegewandt und neugierig findet sie schnell heraus, dass Adam, anders als zunächst von ihr angenommen, kein Reptil, sondern ein Mann ist.

Es ist die Idee, Theologie und Humor miteinander zu verknüpfen.

Ruth Reiners

Der ist vom Auftreten seines Gegenübers verwirrt und sichtlich genervt von der aufbrausenden Art Evas, wie Michael van Ahlen gestikulierend zum Ausdruck brachte. Mit viel Witz und einigen Anekdoten brachte das Duo das Publikum immer wieder zum Schmunzeln, während Adam und Eva sich in einem ständigen Gefühlschaos näherkamen.

Evas Behauptung, aus Adams Rippe geschaffen worden zu sein, stößt bei diesem auf Verwirrung – schließlich vermisse er keine Rippe. Der Aussage Adams, die Woche sei da, um sich von der Langeweile des Sonntags zu erholen, konnten sich die wenigsten Zuhörer anschließen.

Britta Sonnemann sorgte im spielerischen Hin und Her der Protagonisten mit passender musikalischer Untermalung für eine ausgelassene, aber auch nachdenkliche Stimmung und wurde, wie auch Sabine und Michael van Ahlen, mit tosendem Applaus belohnt. Ob nun die Geschichte aus der Bibel oder die Version Mark Twains der Wahrheit entspricht, bleibt jedoch weiterhin ein Mysterium.

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