Neubau und Sanierung der Ludgerischule
Kinder ziehen im Sommer 2022 ein

Lüdinghausen -

Schulleiterin Tanja Grewe hat bei ihrem Plädoyer überzeugend gewirkt: Sowohl der Schul- und der Bauausschuss als auch der Rat haben in zwei aufeinanderfolgenden Sitzung am Donnerstagabend einstimmig grünes Licht für die von der Ludgerischule favorisierte Neubauvariante gegeben. Im Sommer 2020 soll’s losgehen.

Samstag, 12.10.2019, 09:00 Uhr
Der Gebäudeteil der Ludgerischule aus den 1990er Jahren bleibt erhalten und beherbergt künftig vor allem den offenen Ganztag.
Der Gebäudeteil der Ludgerischule aus den 1990er Jahren bleibt erhalten und beherbergt künftig vor allem den offenen Ganztag. Foto: Anne Eckrodt

Soviel Einigkeit ist selten: Sowohl in der gemeinsamen Sitzung des Bau- und des Schulausschusses als auch in der anschließenden Ratssitzung fiel das Votum für die Neubau-Variante der Ludgerischule einstimmig aus. Damit ist nun klar, dass der alte Teil, die frühere Paul-Gerhardt-Schule, durch einen zweigeschossigen Neubau in Form eines schlichten langen Gebäuderiegels ersetzt wird. Ein Atrium verbindet künftig den Neu- mit dem Altbau aus den 1990er Jahren, der erhalten bleibt und künftig für den offenen Ganztag genutzt wird. Außerdem wird direkt ein Speiseraum samt Küche mitgebaut.

Damit sind die Politiker komplett dem Wunsch der Schule gefolgt. Schulleiterin Tanja Grewe hatte in der gemeinsamen Sitzung der beiden Fachausschüsse vor zwei Wochen für diese Neubauvariante sowie einen eigenen Speiseraum plädiert ( WN berichteten). Alternative wäre gewesen, dass die Grundschüler zur Sekundarschule rübergehen und die dortige Mensa mitnutzen.

Wir folgen gerne dem, was diejenigen favorisieren, die tagtäglich in dem Gebäude arbeiten.

Niko Gernitz (SPD)

„Frau Grewe hat sehr überzeugend dargestellt, dass es keinen Sinn macht, dass die Grundschüler zum Essen in die Sekundarschule gehen“, erläuterte Anton Holz (CDU), warum seine Fraktion die von der Schule favorisierte Variante bevorzugt. Niko Gernitz (SPD) stieß ins gleiche Horn: „Wir folgen gerne dem, was diejenigen favorisieren, die tagtäglich in dem Gebäude arbeiten.“

Auf Nachfrage von Markus Kehl (UWG) berichtete Architektin Wibke Evert vom Büro „Lindner Lohse Architekten“, dass ein aus der Schulentwicklungsplanung resultierendes Raumkonzept als Grundlage für die erste Planung gedient habe. „Schulentwicklungsplanung und architektonische Planung sind deckungsgleich“, ergänzte der Beigeordnete Matthias Kortendieck. Neubau und Sanierung der Ludgerischule seien auf eine weitere Dreizügigkeit der Ludgerischule ausgelegt.

Baubeginn im Sommer 2020

Nach dem Ratsbeschluss beginnt das Architekturbüro nun mit der Vertiefung des Vorentwurfs. Klar ist bereits, dass in dem Neubau im Erdgeschoss sowie im ersten Stock insgesamt 2500 Quadratmeter entstehen, die vor allem für Unterrichtsräume genutzt werden. Direkt am Haupteingang sind Verwaltung und Sekretariat vorgesehen, darüber – im ersten Stock – das Lehrerzimmer. Dadurch, dass der Neubau an anderer Stelle auf dem Grundstück errichtet wird, steht den Kindern künftig ein großer Pausenhof zur Verfügung.

Auf der Grundlage von ersten Kostenschätzungen sind für den Neubau und die Sanierung der Ludgerischule in den Haushalten 2020 und 2021 insgesamt rund 6,6 Millionen Euro eingeplant. Baubeginn soll im Sommer nächsten Jahres sein. Zwei Jahre später, zum Auftakt des Schuljahres 2022/23, ist die Fertigstellung des Neubaus vorgesehen. Erst danach wird die frühere Paul-Gerhardt-Schule abgerissen, so dass keine Container als Zwischenlösung erforderlich sind.

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