Konzept für die Innenstadt weckt Interesse von Planungsbüro
Lüdinghausen leuchtet bis Berlin

Lüdinghausen -

Das Instrument des Verfügungsfonds – damit wurde unter anderem das Beleuchtungskonzept für die Lüdinghauser Altstadt umgesetzt – zieht Kreise bis nach Berlin. Vertreter eines Planungsbüros, das für das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) sowie das Bundesinnenministerium tätig ist, haben sich jetzt in der Steverstadt über den Verfügungsfonds informiert – der anfangs durchaus schleppend lief.

Donnerstag, 17.10.2019, 05:00 Uhr
Das Beleuchtungskonzept für die Altstadt wurde mit Mitteln aus dem Verfügungsfonds umgesetzt.
Das Beleuchtungskonzept für die Altstadt wurde mit Mitteln aus dem Verfügungsfonds umgesetzt. Foto: Vennemann und Bohr

Als „ein enormes Erfolgsmodell“ bezeichnet Bürgermeister Richard Borgmann das Instrument Verfügungsfonds in einer Pressemitteilung der Stadt. Das Planungsbüro Plan und Praxis aus Berlin war jetzt im Rathaus zu Gast, um sich über die Umsetzungspraxis und Einschätzungen der Kommune in Bezug auf dieses Instrument zu informieren. Neben Vertretern der Stadt und Ute Marks (Projektleiterin des Büros Stadt und Handel) war auch Burkhard Kleffmann als einer derjenigen, die sich für das Projekt aus eigenem Antrieb heraus engagiert haben, zu Gast und berichtete von seinen Erfahrungen.

Der Fonds finanziert sich zu mindestens 50 Prozent aus privaten Mitteln und wird zu gleichen Teilen aus Mitteln der Städtebauförderung kofinanziert (WN berichteten). Jeder Euro, der also aus privatem Vermögen in den Fonds eingezahlt wird, wird mit dem gleichen Betrag aus dem Etat der Städtebauförderung bezuschusst. Das Planungsbüro erarbeitet derzeit für das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) und für das Bundesinnenministerium eine Arbeitshilfe mit Tipps für interessierte Kommunen. Lüdinghausen ist eines von zehn Praxisbeispielen bundesweit, das untersucht wird.

Beleuchtungskonzept

Als wichtigstes Projekt im Rahmen des Verfügungsfonds wurde das Beleuchtungskonzept der Altstadt genannt. „Wenn Sie abends in die Stadt gehen, erkennt man sie nun kaum wieder“, wird Borgmann in dem Pressetext zitiert. Auch das Sicherheitsgefühl der Bürger habe sich deutlich verbessert. Marks betonte, dass sie zuvor nicht gedacht hätte, dass die Begeisterung so groß sein und das Projekt derartige Dimensionen annehmen würde. Zu Anfang lief die Akquise in Bezug auf den Verfügungsfonds auch durchaus schleppend, berichteten die Stadtvertreter.

Geändert hatten das Kleffmann und Franz-Bernhard Tenberge, die sich an die Spitze der Bewegung gestellt und mit vielen Ideen und Überzeugungskraft vorangegangen waren. „Unser Ziel war es einfach, noch mehr Leute in die Stadt zu locken“, wird Kleffmann in der Mitteilung der Stadt zitiert. Persönlich sind die beiden von Haus zu Haus gegangen, um die Menschen von ihrer Idee zu begeistern und die Altstadt aufzuwerten. „Oft werden Konzepte erst erarbeitet und liegen dann in der Schublade“, so Marks. „Aber hier in Lüdinghausen leuchtet es schon.“ Der Grund dafür liege vor allem im bürgerlichen Engagement.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7004642?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F163%2F
Weltkriegsbombe gefunden - Evakuierung in Münsters Süden
 
Nachrichten-Ticker