Versammlung der Bürgerschützengilde
Lange Gesichter bei Vorstandswahl

Lüdinghausen -

Lange Gesichter bei der Bürgerschützengilde: Für den scheidenden zweiten Vorsitzenden wurde bei der Mitgliederversammlung kein Ersatz gefunden. Die Wahlen wurden abgebrochen.

Freitag, 01.11.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 04.11.2019, 15:18 Uhr
Damit hatten die Mitglieder der Bürgerschützengilde nicht gerechnet: Die Vorstandswahlen bei der Jahresversammlung am Donnerstag mussten abgebrochen werden. Für den scheidenden zweiten Vorsitzenden wollte sich kein Ersatz finden.
Damit hatten die Mitglieder der Bürgerschützengilde nicht gerechnet: Die Vorstandswahlen bei der Jahresversammlung am Donnerstag mussten abgebrochen werden. Für den scheidenden zweiten Vorsitzenden wollte sich kein Ersatz finden. Foto: Arno Wolf Fischer

Eine unschöne Überraschung erwartete die Mitglieder der Bürgerschützengilde am Donnerstagabend: Als bei der Generalversammlung im „Hotel zur Post“ kein Nachfolger für den scheidenden zweiten Vorsitzenden Klaus Marklein gefunden werden konnte, mussten die Vorstandswahlen vorzeitig abgebrochen werden. Neben Berichten über Finanzen und Geschäftstätigkeit wurde der Abend daher von Diskussionen über Schritte zur Erhaltung des Traditionsvereins dominiert.

Die Zusammensetzung des Vorstandes wird jedes Jahr schwieriger.

Gabriele Focke

Marklein hatte zunächst einen Überblick über die Aktivitäten des vergangenen Jahres präsentiert. So besuchten die Schützen Feste der Nachbargemeinschaften oder nahmen an der Radtour der Gemeinschaften teil. Der erste Kassierer Werner Theil vermeldete eine gute Finanzlage des Vereins, der aktuell über 360 Mitglieder verfügt. „Die Zusammensetzung des Vorstandes wird jedes Jahr schwieriger. Wir haben einen hohen Altersdurchschnitt und brauchen dringend junge Leute“, gab die erste Vorsitzende Gabriele Focke zu bedenken, bevor die anstehende Wahl schließlich vorzeitig beendet werden musste.

„Das ist eine traurige Situation, mit der wir nun umgehen müssen“, erklärte Schriftführer Franz Bergendahl mit Blick in die Reihen der schockierten Schützen. „Wir werden in den nächsten Wochen intensiv daran arbeiten, den Vorstand wieder handlungsfähig zu machen“, kündigte Theil schließlich an. Zur Lösung des Problems könnte eine außerordentliche Generalversammlung im Frühjahr 2020 beitragen, bei der zwei Satzungsänderungen im Mittelpunkt stehen sollen. Neben einer Verkleinerung des aktuell elf Personen umfassenden Vorstands soll auch die Option geschaffen werden, den Verein in eine Ruhephase zu versetzen. Ebenso steht nun ein Treffen mit den Vorständen der Gemeinschaft Mühlenpaot und der Interessengemeinschaft Struck an, bei der eine engere Zusammenarbeit thematisiert werden soll.

Das ist eine traurige Situation, mit der wir nun umgehen müssen.

Franz Bergendahl

Die Vertreter der beiden Nachbarvereine bekräftigten dazu ihre Gesprächsbereitschaft. „Ich hätte lieber nur ein einzelnes zufriedenstellendes Schützenfest im Stadtbereich“, hieß es aus den Reihen der Mitglieder, die auch die Möglichkeit einer zukünftigen Fusion der Stadtvereine anregten. „Ich werde alles tun, damit es weitergeht. Das verspreche ich euch“, beendete die Gilde-Vorsitzende unter der Zustimmung der Mitglieder die Versammlung.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7036986?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F163%2F
Nachrichten-Ticker