Informationsveranstaltung am Dienstag
Gemeinsam gegen den Eichenprozessionsspinner

Lüdinghausen -

Der Eichenprozessionsspinner breitet sich von Jahr zu Jahr mehr aus. Die Stadtverwaltung will nun mit einem gemeinsamen Projekten mehrerer Beteiligter und der Bürger dagegen vorgehen. Dazu findet am 12. November (Dienstag) eine Informationsveranstaltung statt.

Mittwoch, 06.11.2019, 18:00 Uhr
Mit Nistkästen sollen die natürlichen Feinde des Eichenprozessionsspinners wie Meisen gefördert werden.
Mit Nistkästen sollen die natürlichen Feinde des Eichenprozessionsspinners wie Meisen gefördert werden. Foto: Biologisches Zentrum

Die Stadt Lüdinghausen möchte gemeinsam mit anderen Beteiligten und allen interessierten Bürgern gegen den Eichenprozessionsspinner aktiv werden. Dazu findet im Ausschusszimmer der Burg Lüdinghausen am Dienstag (12. November) um 19 Uhr eine Informationsveranstaltung statt.

Der Eichenprozessionsspinner breitet sich auch in Lüdinghausen weiter aus. Viele besorgte Bürger meldeten sich bei der Verwaltung und baten um Hilfe. Die Beseitigung der Nester ist der Stadt jedoch nur auf öffentlichen Flächen möglich, wobei die beauftragten Firmen zuerst an Spielplätzen, Kindergärten und Schulen sowie auf Flächen, auf denen größere Veranstaltungen stattfinden, eingesetzt werden, heißt es in einer Pressemitteilung der Kommune.

Beispiel aus den Niederlanden

Nun könnte ein gemeinsames Projekt Abhilfe schaffen. Auf Anregung von Enrico Zanirato ist die Idee entstanden, viele Beteiligte ins Boot zu holen und gemeinsam etwas gegen die Ausbreitung der unliebsamen Raupen zu unternehmen. In der niederländischen Gemeinde Groesbeek wurden viele Nistkästen aufgehängt, um die natürlichen Feinde des Eichenprozessionsspinners wie Blau- und Kohlmeisen zu fördern, damit diese die Raupen fressen.

Wie der städtische Umweltbeauftragte Heinz-Helmut Steenweg in dem Pressetext deutlich macht, müssten neben Nistkästen auch weitere Maßnahmen wie zum Beispiel die Neuanlage von Extensiv- oder Wildblumenwiesen, Insektenhotels oder Ähnliches angepackt werden, damit die Vögel genug Nahrung finden und das biologische Gleichgewicht möglichst wiederhergestellt werden kann.

Großes Interesse an Aktion

Die Caritas-Werkstätten, das Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg und das Biologische Zentrum haben bereits ihre Mitarbeit zugesagt. Auch weitere Einrichtungen haben sich gemeldet und großes Interesse an der Aktion gezeigt. Die Stadt hofft nun auch auf eine möglichst große Beteiligung aus der Bevölkerung.

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