„Freundeskreis Sumba“
Hühnerzucht zur Selbsthilfe

Lüdinghausen -

Vom seinem Projektbesuch in Indonesien berichtet der Lüdinghauser „Freundeskreis Sumba“. Hühnerzucht soll Frauen helfen, auf eigenen Beinen zu stehen. Auch in der Steverstadt wurde einiges getan.

Donnerstag, 07.11.2019, 12:00 Uhr
Präsentierten das gestaltete Schaufenster der Markt-Apotheke (v.l.): Marion Schmidt, Annette Höning und Agnes Kuse.
Präsentierten das gestaltete Schaufenster der Markt-Apotheke (v.l.): Marion Schmidt, Annette Höning und Agnes Kuse. Foto: privat

Zum alljährlichen Projektbesuch führte jetzt die junge Schwester Rufina eine Gruppe aus dem Lüdinghauser „Freundeskreis Sumba“ in entlegene Dörfer, um dort den Fortschritt der begonnenen Hühnerzucht vorzustellen. Auf der Insel Sumba in Indonesien ist die Haltung von Kleintieren Frauensache. Eier, Milch und Fleisch sind wichtige Bestandteile einer gesunden, eiweißreichen Ernährung für die kleinbäuerlichen Familien, heißt es im Pressebericht des Freundeskreises. Frauen lernen, landwirtschaftliche Erzeugnisse weiterzuverarbeiten und auf den Markt zu bringen. Das Projekt will Frauen genügend praktische Fähigkeiten und Selbstvertrauen vermitteln, so dass sie unternehmerisch tätig werden und die Entwicklung der Dorfgemeinschaften vorantreiben können. Zudem erzielen sie ein eigenes Einkommen, mit dem sie wirtschaften können.

Anschubhilfe

In einem Workshop hatten sich Frauen vor einem Jahr auf die Aufzucht eines Hühnervolkes vorbereitet. Mit einer finanziellen Anschubhilfe, bestehend aus dem Kauf von drei Hennen und einem Hahn, etwas Wellblech für das Dach und Draht zur Absicherung eines Hühnerstalls aus Bambus hatten sie ihre Hühnerzucht gestartet. Die Frauen berichteten vor Ort von ihren Erfahrungen, die Küken aufzuziehen. Sie hatten mit der sicheren Unterbringung der Tiere alle Hände voll zu tun. Große Frösche, Schlangen und Hunde hatten sich die junge Brut als Leckerbissen geholt und doch konnte eine ansehnliche Anzahl von Hühnern vorgezeigt werden.

Der Erfolg der Frauen, mit der Hühnerzucht eine weitere Ernährungs- oder auch Einkommensquelle zu erschließen, motivierte weitere Frauen, die auch in diesem Jahr mit einer Starthilfe vom Freundeskreis bedacht wurden.

Hühner auf Stöckelschuhen

Nicht untätig waren auch Frauen in Lüdinghausen, die das Projekt der Frauenarbeit des Ordens „der Schwestern der Liebe vom kostbaren Blut“ in Indonesien kennen und unterstützen, heißt es weiter im Bericht. Sie haben Hühner aus Beton hergestellt und bunt bemalt, die auf dem Weihnachtsmarkt gegen eine Spende zur Stärkung der Frauenprojektarbeit auf Sumba abgegeben werden. Drei verschiedenfarbige Aquarelle, besonders lustiger Hühner auf Stöckelschuhen, hat zudem die Lüdinghauser Künstlerin Renate Grünewald dem „Freundeskreis Sumba“ zur Verfügung gestellt.

In der Markt-Apotheke ist mit den Objekten ein Schaufenster gestaltet worden, das neben handgewebten Trockentüchern und Tischläufern von indonesischen Frauen auf den Stand des Freundeskreises während des Adventsmarktes aufmerksam macht. Dort gibt der Freundeskreis einen Einblick in das Leben der Frauen und ihrer Familien auf der Insel Sumba.

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