IHK-Hauptgeschäftsführer zu Gast beim Unternehmerfrühstück
Trommeln für die Ausbildung

Lüdinghausen -

Volles Haus: Rund 100 Teilnehmer folgten am Freitagmorgen der Einladung zum zehnten „Lüdinghauser Unternehmerfrühstück“ im Restaurant des Klutensee-Bads. Gastredner Dr. Fritz Jaekel, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen, attestierte der Steverstadt eine sehr gute Entwicklung, wies aber auch auf sich abzeichnende Probleme hin.

Samstag, 09.11.2019, 05:00 Uhr
Informatives Frühstück: Rund 100 Gäste folgten am Freitagmorgen den Ausführungen von IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Fritz Jaeckel (kl. Bild).
Informatives Frühstück: Rund 100 Gäste folgten am Freitagmorgen den Ausführungen von IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Fritz Jaeckel. Foto: Anne Eckrodt

Das ging – neben Kaffee und Brötchen – runter wie das sprichwörtliche Öl: „Es ist unglaublich beeindruckend, wie sich Lüdinghausen entwickelt und welch herausragende Kennziffern Sie hier aufzuweisen haben“, attestierte Dr. Fritz Jaeckel der Steverstadt vor rund 100 Zuhörern im Restaurant des Klutensee-Bades. Der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen war am Freitag Gast der zehnten Auflage des „Lüdinghauser Unternehmerfrühstücks“. Als Beispiele nannte er steigende Einwohnerzahlen – „während andere Regionen schrumpfen“ – sowie die Kaufkraft, die mit 26 700 Euro pro Kopf deutlich über dem nordrhein-westfälischen Durchschnitt von 23 000 Euro liegt.

Trotz der guten Entwicklung zeichneten sich jedoch auch in wirtschaftlich so starken Regionen Probleme ab, machte Jaeckel deutlich: „Wir stehen vor großen Herausforderungen.“ Dazu gehört in seinen Augen neben dem Fachkräftemangel die immer stärker zunehmende Digitalisierung. „Wir müssen an die jungen Leute ran und uns fragen, wie wir sie dafür interessieren können, eine Ausbildung zu machen“, betonte der IHK-Hauptgeschäftsführer. Dabei spiele auch das Thema der zunehmenden Akademisierung eine Rolle.

Wir werden als Wirtschaftsstandort nur bestehen können, wenn es uns gelingt, Menschen auch für technische Berufe zu begeistern.

Dr. Fritz Jaeckel

Aus dem Grund geht die IHK auch neue Wege, um Nachwuchs zu gewinnen. „Wir gehen stärker in die Schulen und auch die Fachhochschulen, um jungen Leuten Berufswege aufzuzeigen. Denn wir werden als Wirtschaftsstandort nur bestehen können, wenn es uns gelingt, Menschen auch für technische Berufe zu begeistern.“

Jaeckel richtete den Blick auch weit über die Region hinaus, streifte den Brexit ebenso wie das Thema Strafzölle in den USA, um dann wieder in Europa und letztlich in Deutschland zu landen. Jaeckel: „Wir sind hierzulande zum Teil sehr langsam unterwegs.“ Als Beispiele nannte er – auch bezogen auf Westfalen – den Straßenbau sowie den Öffentlichen Personennahverkehr. „Da brauchen wir dringend Planungsbeschleunigung und Bürokratieabbau.“

Zum Abschluss ermunterte Jaeckel Bürgermeister Richard Borgmann, in seinem Kampf um niedrigere Hebesätze nicht nachzulassen. „Bleiben Sie da dran. Das ist immens wichtig für die Bürger und auch für die Unternehmen“, so der IHK-Hauptgeschäftsführer.

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