Premiere des plattdeutschen Theaters
Fräulein Mecker kann’s nicht lassen

Seppenrade -

Seit 30 Jahren sorgt die Seppenrader Theatergruppe mit ihren plattdeutschen Theaterstücken für Unterhaltung. Bei der Premiere von „Winni, de Winner“ wurde im Heimathaus am Samstag soviel gelacht wie selten.

Montag, 11.11.2019, 06:00 Uhr aktualisiert: 13.11.2019, 15:44 Uhr
Kneipenbummel statt Chorgesang und Boxtraining: Winni Meyer (Andreas Westrup) und die vielen anderen Darsteller der Laienspielschar sorgten dafür, dass bei der Premiere des neuen Stücks am Samstag soviel gelacht wurde wie selten. Das honorierte das Publikum mit reichlich Applaus.
Kneipenbummel statt Chorgesang und Boxtraining: Winni Meyer (Andreas Westrup) und die vielen anderen Darsteller der Laienspielschar sorgten dafür, dass bei der Premiere des neuen Stücks am Samstag soviel gelacht wurde wie selten. Das honorierte das Publikum mit reichlich Applaus. Foto: Michael Beer

Die Premiere der plattdeutschen Komödie „ Winni , de Winner“ der Theatergruppe im Heimathaus am Samstag war ein Treffer voll ins Schwarze. Die Besucher wollten die Akteure der Laienspielschar, die zu wahrer Hochform aufliefen, mit tosendem Beifall nicht von der Bühne lassen. Denn die hatten für drei unterhaltsame Stunden gesorgt, wobei selten soviel gelacht wurde.

Winni Meyer (Andreas Westrup) hat unter seiner Schwester Katharina Hummel (Anne Mennemann), die seit ihrer Scheidung den Haushalt führt, nicht viel zu melden. „Gibt es heute kein warmes Essen? Es riecht nämlich nicht angebrannt“, raunzt er mal seine Schwester an. Ansonsten führt sie das Regiment. Auch ihr erwachsener Sohn Albert (Magnus Nibbenhagen) hat unter ihr zu leiden: „Albert soll lieber Milch trinken als Quark zu küern“.

Premiere der Theatergruppe Seppenrade

1/15
  • Bei der Premiere des plattdeutschen Stücks "Winni, de Winner" wurden die Lachmuskeln aufs Äußerste strapaziert.

    Foto: Michael Beer
  • Bei der Premiere des plattdeutschen Stücks "Winni, de Winner" wurden die Lachmuskeln aufs Äußerste strapaziert.

    Foto: Michael Beer
  • Bei der Premiere des plattdeutschen Stücks "Winni, de Winner" wurden die Lachmuskeln aufs Äußerste strapaziert. Im Folgenden weitere Impressionen der Aufführung der Theatergruppe Seppenrade.

    Foto: Michael Beer
  • Foto: Michael Beer
  • Foto: Michael Beer
  • Foto: Michael Beer
  • Foto: Michael Beer
  • Foto: Michael Beer
  • Foto: Michael Beer
  • Foto: Michael Beer
  • Foto: Michael Beer
  • Foto: Michael Beer
  • Foto: Michael Beer
  • Foto: Michael Beer
  • Foto: Michael Beer

Winni und sein bester Freund Theodor Marcks (Bernhard Wedding) streifen gern abends durch die Kneipen, obwohl sie vorgeben, im Chor zu singen oder beim Boxtraining zu sein. Da steigt auch Gertrud Marcks (Gertrud Brückner) hinter. Die beiden Männer erhalten Ausgehverbot. Und dann sorgt Fräulein Mecker (Margret Hatebur), Sekretärin von Winni Meyer, immer wieder mit Tratsch aus der Firma des Zahnbürstenherstellers für Unruhe. Vor allem hat sie es auf die Angestellte Irmgard (Marina Domscheit) abgesehen, die mit Albert liiert ist.

Seit 30 Jahren auf der Bühne

Der Freund ihres Chefs ist ihr ebenfalls ein Dorn im Auge. „Ein Kavalier ist nicht der, der die Tür aufhält, sondern beim Knutschen die Zigarette aus dem Mund nimmt“, gibt sie ihm beim Herausgehen mit. Durch ihr Getratsche wird die Liebschaft zwischen Albert und Irmgard öffentlich. Das nutzen Winni und sein Freund aus und ziehen Albert auf ihre Seite, um doch wieder auf Kneipentour gehen zu können. Aber der Schwindel fliegt auf. Weder haben sie jemals im Chor gesungen noch in einem Boxring gestanden, auch wenn Theodor seinen Freund Winni als neuen Vereinsmeister den Familien präsentiert. Dass Sohn Albert seit Jahren seine Freundin verheimlicht hat, nimmt ihm seine Mutter nicht mehr übel. Am Ende geht es nur einer Person an den Kragen – Fräulein Mecker.

Andreas Westrup dankte nach der Aufführung dem Publikum, das der Theatergruppe seit genau 30 Jahre die Treue hält. So standen auch einige Akteure auf der Bühne, die schon vor drei Jahrzehnten dabei waren.

Die weiteren Vorstellungen

Für die Aufführung am Mittwoch (13. November) und an den Freitagen und Samstagen in dieser und der kommenden Woche sind noch Restkarten bei „Mode & Textil“ Greiwe, Dattelner Straße, erhältlich. Die Sonntagsvorstellungen sind bereits alle ausverkauft.

...
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7054343?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F163%2F
Legenden, Freaks und coole Socken
Kinder der Kita St. Peter und Paul in Nienborg singen im Karaoke-Studio „Däpp Däpp Däpp, Johnny Däpp Däpp“ . . .
Nachrichten-Ticker