Kulturbühne eröffnet neue Theatersaison
Verhängnisvolle Machenschaften

Lüdinghausen -

Rasant und wortgewaltig ging es zum Auftakt der neuen Theatersaison der Kulturbühne in der Aula des Schulzentrums zu. Gerit Kling, Mackie Heilmann und Astrid Rashed sorgten in dem Stück „Die falsche Schlange“ für so manch unerwartete Überraschung.

Dienstag, 12.11.2019, 06:00 Uhr aktualisiert: 13.11.2019, 15:44 Uhr
Ein rasantes Wortgefecht mit unerwarteten Wendungen bescherten die Schauspielerinnen in dem Stück „Die falsche Schlange“ dem Publikum zum Auftakt der Theatersaison in der ausverkauften Aula des Schulzentrums.
Ein rasantes Wortgefecht mit unerwarteten Wendungen bescherten die Schauspielerinnen in dem Stück „Die falsche Schlange“ dem Publikum zum Auftakt der Theatersaison in der ausverkauften Aula des Schulzentrums. Foto: Inga Kasparek

Die Kulturbühne Lüdinghausen startete am Sonntagabend in die neue Theatersaison 2019/2020 – und das gleich mit ausverkauftem Haus. „Die falsche Schlange“ stand in der Aula des Schulzentrums auf dem Programm, ein packender Psychothriller von Alan Ayckbourn, der es in sich hatte. Immer, wenn man als Zuschauer der Lösung nah zu sein glaubte, nahm das Drei-Personen-Stück wieder eine unerwartete Wendung, das änderte sich auch bis zur allerletzten Minute nicht.

Worum ging es? Miriam Chester ( Mackie Heilmann ) verbringt ihr bisheriges Leben immer an der Seite ihres Vaters, einerseits geliebt, andererseits gehasst. Selbst körperliche Züchtigung und Missbrauch erträgt sie in der irrigen Annahme, dass sich auf diese Weise die Liebe des Vaters zu ihr ausdrückt. Erst als sie im Testament liest, dass der Vater alles Hab und Gut der seit 25 Jahren abwesenden Schwester ( Gerit Kling ) vermachen will, schmiedet sie einen perfiden Plan.

Perfider Plan

Sie will die Schwester, von der sie sich komplett allein gelassen fühlt, nach deren Anreise um das Erbe bringen, indem sie sie ebenfalls tötet. Behilflich dabei ist ihr die bisherige Pflegerin Alice (Astrid Rashed). Mit vielen unerwarteten Wendungen geht dieser Plan auch auf, allerdings ist das nicht das Ende, denn Miriam nutzt ihre inzwischen erworbenen Kenntnisse im Einsatz von Elektrizität dazu, auch Alice zu töten. Doch auch sie selbst fällt völlig ungeplant den eigenen Machenschaften zum Opfer.

Gerit Kling, die neben einer der beiden Hauptrollen auch die Regie dieses Stückes übernommen hatte, sorgte für ein in sich stimmiges, rasantes Wortgefecht zwischen den Akteuren, für unerwartete Wendungen, spannende Momente, ebenso aber auch für Situationskomik und Nachdenklichkeit. Die drei Schauspielerinnen stellten sehr eindrücklich unter Beweis, dass sie erfahrene Bühnendarsteller sind, die darüber hinaus auch in Film- und Fernsehproduktionen en ihren Platz gefunden haben. Das Publikum zeigte seine Begeisterung durch minutenlangen Applaus.

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