Neue Sammelaktion der Pfarrcaritas
Tüte wartet auf Inhalt

Lüdinghausen -

Die Pfarrcaritas St. Felizitas musste sich etwas einfallen lassen: Die Zahl der ehrenamtlichen Haussammlerinnen geht seit Jahren ebenso zurück, wie die dabei zusammen kommenden Geldbeträge. Die Antwort darauf ist braun, hat eine auffallende rote Schrift und heißt „die Tüte“.

Mittwoch, 13.11.2019, 13:00 Uhr
Setzen darauf, dass „die Tüte“ gut an- und entsprechend gefüllt zurückkommt (v.l.): Rita Becker, Christel Mevenkamp, Maria Niesert, Michael Kertelge, Margret Pernhorst und Sibylle Meyer von der Pfarrcaritas St. Felizitas.
Setzen darauf, dass „die Tüte“ gut an- und entsprechend gefüllt zurückkommt (v.l.): Rita Becker, Christel Mevenkamp, Maria Niesert, Michael Kertelge, Margret Pernhorst und Sibylle Meyer von der Pfarrcaritas St. Felizitas. Foto: Anne Eckrodt

Die Löcher, die die Pfarrcaritas St. Felizitas Jahr für Jahr stopft, werden eher größer als kleiner. Ein Problem, wenn hingegen die Beträge, die bei den Haustürsammlungen zusammenkommen, sinken und zudem immer weniger ehrenamtliche Sammlerinnen zur Verfügung stehen. Kurz: „Wir mussten uns etwas einfallen lassen“, bringt Pastoralreferent Michael Kertelge die Situation im Gespräch mit den WN auf den Punkt.

Wir mussten uns etwas einfallen lassen.

Michael Kertelge

Und das Team der Pfarrcaritas hat sich – gemeinsam mit der Werbegrafikerin Monika Klein – etwas einfallen lassen: „die Tüte“, ein neues Format für die Spendensammlungen. Das braune Papier mit der roten Aufschrift hat etwas von einer Butterbrotstüte. „Wir hoffen sehr, dass das ankommt und ,die Tüte‘ zu einer Marke wird, dass die Menschen es sympathisch finden, dass ihre Spenden vor Ort bleiben“, macht Kertelge deutlich. Das steht auch groß drauf auf der Tüte – „wir für unsere Stadt“ lautet der Slogan. Ganz bewusst haben sich die Initiatoren entschieden, mit Kertelge sowie Sibylle Meyer konkret zwei Namen samt Kontaktmöglichkeiten mitabzudrucken – um dem lokalen Bezug noch mehr Nachdruck zu verleihen. Ein jährlich wechselnder Flyer, der den Tüten beiliegt, erläutert, wofür die Spenden im Jahr zuvor verwendet wurden. Transparenz eben.

Die Bankverbindung haben wir sicherheitshalber mit auf die Flyer gedruckt.

Michael Kertelge

Und so geht’s: Wer die Pfarrcaritas unterstützen möchte, legt seine Geldspende in die Tüte, verschließt diese mit dem beiliegenden Aufkleber und gibt die Tüte während der Kollekte in den Gottesdiensten oder im Pfarrbüro ab. Überweisungen auf das Spendenkonto der Pfarrcaritas sind auch weiterhin möglich. „Die Bankverbindung haben wir sicherheitshalber mit auf die Flyer gedruckt“, so Kertelge mit einem Augenzwinkern. In den nächsten Wochen bis Weihnachten sind zudem in einigen Bezirken auch noch Haussammlerinnen der Pfarrcaritas unterwegs. Wo sie niemanden antreffen, hinterlassen sie „die Tüte“ im Briefkasten. Ansonsten liegen diese unter anderem in Arztpraxen und im Rathaus aus.

Noch bevor das neue Sammelformat in Lüdinghausen so richtig Fahrt aufgenommen hat, zieht es in anderen Orten bereits Kreise. Kertelge: „Wir haben schon Anfragen aus anderen Kirchengemeinden, die ,die Tüte‘ schön finden.“

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