Schulsozialarbeit im Fachausschuss
Stadt greift „tief in die Tasche“

Lüdinghausen -

Über die besondere Bedeutung der Schulsozialarbeit in Lüdinghausen waren sich im Schulausschuss am Donnerstagabend alle einig – Pädagogen wie Politiker. Entsprechend stimmte der Ausschuss einstimmig für die Verlängerung der bestehenden Stellen.

Samstag, 23.11.2019, 08:00 Uhr
 Tim Stucke (r.) ist seit 2017 Schulsozialarbeiter am Canisianum.
 Tim Stucke (r.) ist seit 2017 Schulsozialarbeiter am Canisianum. Foto: wer

Zuerst die gute Nachricht: Einstimmig wurden am Donnerstagabend die befristeten Stellen für die Schulsozialarbeit an den Schulen der Stadt verlängert. So ist die halbe Stelle an den drei Grundschulen bis zum 31. Juli 2021 verlängert worden, die Position am St.-Antonius-Gymnasium wird von einer Drittel- auf eine halbe Stelle – 19,5 Wochenstunden – aufgewertet. Die Finanzierung der halben Sozialarbeiter-Stelle am Gymnasium Canisianum wird bis zum 31. Juli 2022 verlängert. Insgesamt bekleidet dort Tim Stucke eine ganze Stelle, berichtete Schulleiter Michael Dahmen dem Ausschuss. Denn das Lehrerkollegium habe aus freien Stücken dafür eine halbe Pädagogenstelle aus seinem Kontingent abgegeben.

Im Namen der drei Grundschulen der Stadt hatte Tanja Grewe zunächst die besondere Bedeutung der Schulsozialarbeit im Alltag unterstrichen. „Wir sind unheimlich froh über die Schulsozialarbeit“, erklärte die Rektorin der Ludgerischule. Die Arbeit – unbürokratisch, schnell und nah bei den Kindern – von Sozialarbeiter André Bollmer sei eine große Entlastung für die Lehrer.

Wir sind unheimlich froh über die Schulsozialarbeit.

Tanja Grewe

Das unterstreichen auch Schulleiterin Elisabeth Hüttenschmidt für die Leistung der Schulsozialarbeiter am St.-Antonius-Gymnasium und Michael Dahmen für das Canisianum. Der Cani-Chef verwies auf die differenzierten Aufgaben von Tim Stucke an seiner Schule. Eingestiegen im Mai 2017 zunächst in Sachen Integration der Flüchtlingskinder, sei die Aufgabe inzwischen auf die gesamte Schulgemeinschaft ausgedehnt worden. Dass die Stadt dafür „tief in die Tasche greift“, so Dahmen, dafür sei er dankbar.

In der anschließenden Diskussion stellte Lars Reichmann (Grüne) die Frage, warum denn nicht angesichts der wichtigen Arbeit der Schulsozialarbeiter deren bislang befristete Stellen entfristet werden könnten. Der Beigeordnete Matthias Kortendieck verwies darauf, dass die Stadt ja keine Verträge mit ihnen selbst, sondern mit Trägern wie Kolpingwerk und Evangelischer Jugendhilfe habe. Gleichwohl möge die Stadt in dieser Sache Gespräche führen, so der Ausschuss.

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