Jurtenburg: Schlüsselübergabe an der Vogelrute
„Neue Heimat“ für die Pfadfinder

Lüdinghausen -

Nach fünfjähriger Suche haben die Pfadfinder eine „neue Heimat“ gefunden. Die Kirchengemeinde stellt ihnen ein Haus an der Vogelrute zur Verfügung. Das wird nach der jetzt erfolgten Schlüsselübergabe aufwenig in Eigenregie saniert.

Montag, 25.11.2019, 08:00 Uhr aktualisiert: 26.11.2019, 12:52 Uhr
Das Haus an der Vogelrute wird die „neue Heimat“ der Lüdinghauser Pfadfinder. Am Samstag erfolgte die Schlüsselübergabe.
Das Haus an der Vogelrute wird die „neue Heimat“ der Lüdinghauser Pfadfinder. Am Samstag erfolgte die Schlüsselübergabe. Foto: Arno Wolf Fischer

Ganze fünf Jahre sind die St.-Georg-Pfadfinder in der Steverstadt schon auf der Suche nach einem Heim für ihre Kinder und Jugendlichen. Nach diversen vergeblichen Anläufen ist jetzt ein „neue Heimat“ gefunden – in einem ehemaligen Wohnhaus an der Vogelrute. Das Gebäude aus den 1960er Jahren stelle die Kirchengemeinde St. Felizitas den Pfadis nun zur Verfügung, freut sich Amandus Petrausch, Vorsitzender des Jurtenburg-Fördervereins und selbst langjähriger Pfadfinder. Es werde für zunächst fünf Jahre angemietet.

Brot und Salz überreicht

Die offizielle Schlüsselübergabe erfolgte am Samstag. Dabei überreichte Margret Pernhorst stellvertretend für den Kirchenvorstand Brot und Salz zum Einzug. Neben vielen Pfadfindern nahmen daran auch verschiedene Sponsoren des Projekts teil – unter anderem Berthold Stegemann von der Volksbank Südmünsterland-Mitte, Michael Gastreich vom Rotary Club sowie Christoph Schlütermann vom Lions Club. Denn ganz ohne Finanzspritzen von außen sei das Ganze nicht zu stemmen, erklärte Petrausch im Gespräch mit den WN. Rund 80 000 Euro dürften die notwendigen Umbau- und Sanierungsarbeiten verschlingen.

Zahlreiche Sponsoren im Boot

Und die sind durchaus aufwendig, so Petrausch. Schließlich habe das Haus ja schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel. Was bedeute, dass etwa die Fenster nur einfachverglast sind und die sanitären Anlagen sowie Heizung und Stromleitungen komplett erneuert werden müssen. Zudem, so der Jurtenburg-Vorsitzende, müssten Wände durchbrochen und neue gezogen werden. Schließlich bräuchten die Kinder und Jugendlichen geeignete Gruppenräume. Immerhin gehören der Lüdinghauser Pfadfinderschaft nach Jahren des Wachstums mittlerweile 150 Aktive an.

Aufwendige Sanierung in Eigenregie

Und die wollen bei der Sanierung selbst tatkräftig mit Hand anlegen, gemeinsam mit einer Reihe ehemaliger Pfadfinder. So liegt die Planung der Maßnahme in Händen eines Ex-Pfadis. Markus Becker ist nicht nur Schriftführer des Jurtenburg-Fördervereins, sondern auch studierter Bauingenieur. Das Gebäude selbst hat eine Nutzfläche von rund 130 Quadratmetern, das Grundstück umfasst 500 Quadratmeter. Und: „Die Lage ist für die Kinder ideal. Es ist stadtnah und das Umfeld ist ist nahezu ohne Verkehr“, erläuterte Petrausch die vielen Vorteile des Standorts. Zugleich berichtete er von den vergeblich Anläufen, ein Quartier für die Pfadfinder zu finden. So seien in der Vergangenheit Flächen an der Sendener Straße, am Rohrkamp und in der Nähe des Maggi-Werks im Gespräch gewesen. Die jetzt gefundene Lösung sei wohl das Optimum.

Dass die Kinder und Jugendlichen bei der Gestaltung ihrer neuen Unterkunft mitreden dürfen, sei selbstverständlich, sagte Pet­rausch: „Die Jugendlichen haben da ein Vorschlagsrecht.“

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