Lichtinstallationen in St. Felizitas
Inneres Sehen wird sichtbar gemacht

Lüdinghausen -

Acht Lichtinstallationen und ein buntes Begleitprogramm: Der Sachausschuss „Religiöses Leben“ lädt während des Lüdinghauser Adventsmarkts in die St.-Felizitas-Kirche ein. Es soll gezeigt werden, wie Christen im Advent mit den Augen „fühlen“.

Dienstag, 03.12.2019, 13:00 Uhr
Johanna Heitkamp, Alice Zaun, Sr. Walburg Mittmann (hinten v.l.), Markus Heitkamp, Sr. Susann Stader, Markus Breuer und Hector Sanchez (vorne v.l.) vom Sachausschuss „Religiöses Leben“ freuen sich auf die Lichtinstallationen in der St.-Felizitas-Kirche während des Adventsmarkts.
Johanna Heitkamp, Alice Zaun, Sr. Walburg Mittmann (hinten v.l.), Markus Heitkamp, Sr. Susann Stader, Markus Breuer und Hector Sanchez (vorne v.l.) vom Sachausschuss „Religiöses Leben“ freuen sich auf die Lichtinstallationen in der St.-Felizitas-Kirche während des Adventsmarkts. Foto: privat

­Der Advent lässt Christen mit den Augen „fühlen“. Wie das geht, will der Sachausschuss „Religiöses Leben“ laut einer Pressemitteilung anhand von acht Licht- und Videoinstallationen während des Lüdinghauser Adventsmarkts (6. bis 8. Dezember) in der St.-Felizitas-Kirche zeigen ( WN berichteten).

In der Vorhalle der Kirche wird dabei zum Beispiel das Licht-Schatten-Spiel einer „Sonnenfinsternis“ auf den Boden des Paradieses projiziert. Im Gewölbe des Mittelschiffes entfaltet sich ein Lichtspiel, das das „Wandern des Tageslichtes“ versinnbildlicht. Dieses lässt die Architektur des Gewölbes besser wahrnehmen und ermöglicht die Erschließung ihrer biblischen Symbolik. Im südlichen Seitenschiff der Kirche stehen sich zwei Skulpturen gegenüber: Die „Kreuzabnahme“ im Westen und die „heilige Felizitas“ im Osten. Die letzte Installation, „Rote Courage“, fokussiert die Pfarrpatronin in Rotlichtvariationen. Rot ist die Farbe der Märtyrer.

Dreidimensionales, dynamisches Raumgeschehen des Glaubens

Bevor Bilder den Kirchenraum eroberten, gab es längst ein inneres Sehen. In der Bibel gibt es vorformulierte, jahrhundertelang im Gebet und in Erzählungen adaptierte Denk- und Sprachmuster, die so sehr mit Bildern durchwebt sind, dass diese vor dem inneren Auge des Beters und Lesers stehen. Die Kirchenkunst hat dies nur noch visualisiert. Die Lichtinstallationen in St. Felizitas stellen den Versuch dar, diese Denk- und Sprachmuster hinter der Kirchenkunst sichtbar werden zu lassen. Sie lassen Fläche, Farbe, Raum und sakrale Objekte in ein Wechselspiel treten, das den Betrachter eintauchen lässt in ein dreidimensionales, dynamisches Raumgeschehen des Glaubens. Die Installationen laufen bereits am Freitag- und Samstagvormittag sowie am Sonntag nach dem Familiengottesdienst.

Rund um die acht Licht- und Projektionsinstallationen gibt es auch ein Begleitprogramm mit Führungen, Performances, mit Angeboten für Kinder und Familien. Das Begleitprogramm beginnt erst am Nachmittag. Dazu zählen die liturgische Vernissage am Donnerstag (5. Dezember) um 19 Uhr, pantomimische Performances am Freitagabend und Samstagnachmittag, das ganze Wochenende über viel Musik oder eine Midissage am Samstagabend. Die Mitglieder des Sachausschusses „Religiöses Leben“ informieren bei Führungen über Hintergründe der Installationen. Zudem gibt es Kurzführungen, bei denen eine einzelne Installation im Blickpunkt steht. Gottesdienste am Freitag-, Samstag- und Sonntagabend sowie ein Familiengottesdienst am Sonntagvormittag runden das vielfältige Programm ab.

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Ein Programm sowie ein Begleitheft zu den Installationen liegen am Eingang der Kirche bereit, teilt der Sachausschuss mit.

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