Satzungsänderungen im Hauptausschuss
Beisetzungen werden teurer

Lüdinghausen -

Änderungen diverser Gebührensatzungen bestimmten am Dienstagabend die Tagesordnung der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses. Deutlich teurer wird es etwa bei den Bestattungen auf den Friedhöfen in Seppenrade und Lüdinghausen. Beschlossen wurden auch die Abfall- und die Feuerwehrsatzung.

Donnerstag, 05.12.2019, 09:00 Uhr
Die Gebühren für Bestattungen auf den beiden Friedhöfen in Lüdinghausen und Seppenrade sind in den vergangenen Jahren stetig angestiegen – das ist auch für 2020 so.
Die Gebühren für Bestattungen auf den beiden Friedhöfen in Lüdinghausen und Seppenrade sind in den vergangenen Jahren stetig angestiegen – das ist auch für 2020 so. Foto: Marion Fenner

Schon in den vergangenen Jahren sind die Friedhofsgebühren stetig gestiegen – in Seppenrade noch mehr als auf dem Lüdinghauser Friedhof. Diese Tendenz wird sich auch im Jahr 2020 fortsetzen. Die entsprechende Satzungsänderung verabschiedeten am Dienstagabend die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses einstimmig.

Die finanziell aufwendigste Bestattung erfolgt in einem sogenannten pflegefreien Wahlgrab. Das kostet in Lüdinghausen 3646 Euro (2019: 3462 Euro), in Seppenrade sind dafür 4375 Euro (2019: 4154 Euro) zu entrichten. Deutlich günstiger sind Wahlgräber, die von Angehörigen selbst gepflegt werden: in Lüdinghausen künftig 1120 Euro (ein Plus von 73 Euro zu 2019), in Seppenrade 1344 Euro (ein Plus von 94 Euro zu 2019). Die Grabstellen haben ein Nutzungsrecht von 25 Jahren.

Gräber- und Bestattungskosten steigen

Hinzu kommen jeweils Bestattungsgebühren für Reihen- und Wahlgräber in Höhe von 544 Euro (2019: 486 Euro). Die Nutzung der Trauerhalle schlägt mit 245 Euro (2019: 274 Euro) zu Buche, die Gebühr für die Kühl- und Abschiedsräume beträgt künftig 256 Euro (2019: 229 Euro). Darüber hinaus kassiert die Stadt eine Gebühr für die Zulassung eines Grabmals – 83 Euro – sowie die Zulassung einer Grababdeckung oder -einfassung – 24 Euro. Eine Beisetzung an einem Samstag muss mit 85 Euro vergolten werden.

Zugleich verteuern sich auch die anderen Bestattungsarten: pflegefreie Reihengräber, Urnengräber in Wahl- oder Gemeinschaftsgrabstätte sowie Urnen im Kolumbarium.

Vorschlag eines Friedwaldes

Im Zuge der Diskussion über alternative Bestattungsmöglichkeiten auf dem Lüdinghauser Friedhof regte Bernhard Möllmann (CDU) an, die Anlage eines Friedwaldes zu prüfen. Dafür fand er Unterstützung vor allem aus Reihen der Sozialdemokraten.

Beschlossen wurden am Dienstagabend auch die Gebühren für Gewässerunterhaltung, die Abfallbeseitigung sowie den Straßen- und Winterdienst. Zudem stand die Feuerwehrsatzung auf der Tagesordnung. Diese wurden ohne Diskussion von den Kommunalpolitikern einstimmig abgesegnet.

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