Gymnasium trauert um Schwester M. Andrea
Eine sehr beliebte Lehrerin

Lüdinghausen -

Das St.-Antonius-Gymnasium trauert um eine langjährige und sehr beliebte Lehrerin: Schwester M. Andrea unterrichtete dort von 1962 bis 1975 die Fächer Religion und Englisch. Jetzt ist die Ordensfrau verstorben.

Montag, 09.12.2019, 18:00 Uhr
Schwester M. Andrea war allgemein nicht nur für ihren Humor bekannt.
Schwester M. Andrea war allgemein nicht nur für ihren Humor bekannt. Foto: St.-Antonius-Gymnasium

Das St.-Antonius-Gymnasium trauert um Schwester M. Andrea . Als Studiendirektorin mit den Fächern Religion und Englisch unterrichtete sie von 1962 bis 1975 viele Schülerinnen am damals ordenseigenen Antoniusgymnasium in Lüdinghausen, heißt es in einem Pressetext der Schule.

Der besonders engagierten Pädagogin lag die schulische Pastoral stets sehr am Herzen. Ein Junge an der Liebfrauenschule in Eschweiler, ihrer späteren Wirkungsstätte, sagte einmal: „Wenn Schwester Andrea Religionsunterricht gibt, haut mich das vom Hocker . . .“

Dieses pädagogische Engagement und die hohe Em­pathiefähigkeit der in Nordkirchen geborenen Lehrerin führten zu großer Beliebtheit unter ihren Schützlingen und zu hoher Wertschätzung im Kollegium. Man erinnert sich gerne an sie als kompetente, energische und gleichzeitig humorvolle Pädagogin, die auch mit den Eltern immer sehr gut auskam. Schwester M. Andrea übernahm neben ihrer Unterrichtstätigkeit auch Verwaltungsaufgaben und erstellte Stundenpläne.

Abitur am Antoniusgymnasium gemacht

Sie kannte das Antoniusgymnasium bereits aus ihrer eigenen Schulzeit: 1949 hatte sie am damaligen neusprachlichen Mädchengymnasium, das die Schwestern im Antoniuskloster nach dem Krieg wieder eröffnet hatten, ihr Abitur abgelegt.

Josefa, wie sie damals noch hieß, wuchs auf dem Hof ihrer Eltern in Nordkirchen auf und fühlte sich ihrer Familie und dem Münsterland bis zu ihrem Lebensende sehr verbunden.

Nach dem Studium in Münster trat sie ins Anto­niuskloster ein und erhielt dort den Namen Schwester M.Andrea. Das Referendariat absolvierte sie am Staatlichen Mädchengymnasium und an der Marienschule in Mönchengladbach, 1962 legte sie dort die Prüfung für das Lehramt an Höheren Schulen ab. Was sich heute wie ein lückenloser Lebenslauf liest, war damals für junge Mädchen ein unüblicher Weg, der von Zielstrebigkeit und Durchsetzungsvermögen zeugt. Schwester M. Andrea ist diesen Weg mutig, entschlossen und sehr beherzt gegangen – ein gutes Vorbild für junge Mädchen, heißt es in dem Text abschließend.

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