Schülerinnen aus Guatemala im Rathaus
Der Nikolaus war auch da

Lüdinghausen -

Sieben Schülerinnen aus Guatemala nehmen derzeit im Rahmen eines Austauschprogramms am Unterricht am St.-Antonius-Gymnasium teil. Jetzt besuchten sie Bürgermeister Richard Borgmann im Rathaus.

Dienstag, 10.12.2019, 19:00 Uhr
Sieben Schülerinnen aus Guatemala sind derzeit Gäste am St.-Antonius-Gymnasium. Jetzt besuchten sie auch Bürgermeister Richard Borgmann im Rathaus. Zu ihnen gesellte sich auch der Nikolaus – eine in Guatemala unbekannte Tradition.
Sieben Schülerinnen aus Guatemala sind derzeit Gäste am St.-Antonius-Gymnasium. Jetzt besuchten sie auch Bürgermeister Richard Borgmann im Rathaus. Zu ihnen gesellte sich auch der Nikolaus – eine in Guatemala unbekannte Tradition. Foto: Stadt Lüdinghausen

Sieben Austauschschülerinnen aus Guatemala, die derzeit am St.-Antonius-Gymnasium zu Gast sind, besuchten jetzt in Begleitung ihrer neu gewonnenen Freunde aus Lüdinghausen, Schulleiterin Elisabeth Hüttenschmidt und Lehrer Friedhelm Kienz Bürgermeister Richard Borgmann im Rathaus. „Es ist schon zu einer schönen Tradition geworden, dass ihr jedes Mal in der Weihnachtszeit ins Rathaus kommt“, wird Borgmann in einer Pressemitteilung zitiert. „Ich sehe es als Ehre an, dass ihr uns die Freude bereitet, uns etwas von eurem Land und euren Erfahrungen in Lüdinghausen zu erzählen“, so der Bürgermeister. In der heutigen Zeit sei es ganz wichtig, ins Gespräch zu kommen. Nicht übereinander, sondern miteinander zu reden, sei das Gebot der Stunde.

Ich sehe es als Ehre an, dass ihr uns die Freude bereitet, uns etwas von eurem Land und euren Erfahrungen in Lüdinghausen zu erzählen.

Richard Borgmann

Die Schülerinnen fühlen sich in Lüdinghausen bereits sehr wohl und betonten besonders die Freiheit, die sie hier hätten. In Lüdinghausen dürften sie alleine in die Stadt gehen, was in ihrer Heimat aufgrund der Sicherheitsbedenken nicht üblich sei. Als die 13-Jährigen am 10. November in Deutschland angekommen sind, fielen ihnen zuerst die bunten, herbstlichen Bäume auf. „So etwas gibt es bei uns zu Hause nicht“, erzählte ein Mädchen. Das viele Grün in der Stadt sei schon sehr beeindruckend. Allerdings mussten sie sich wegen der ungewohnten Kälte erst einmal Jacken besorgen.

Die Mädchen sprechen sehr gut Deutsch, schließlich lernen sie die Sprache bereits seit sie vier Jahre alt sind. Besonders schwierig finden sie die deutsche Grammatik, speziell die Artikel und die Konjugationen. Am St.-Antonius-Gymnasium besuchen sie den normalen Unterricht, haben aber auch schon Ausflüge nach Münster, Köln und Berlin unternommen.

Ein besonderer Höhepunkt war für die Kinder der Besuch des Nikolaus’. Dieser erzählte ihnen die Legende vom heiligen Nikolaus und überreichte jeder Schülerin einen frisch gebackenen Stutenkerl. Den Nikolaus kennen die Schülerinnen aus Guatemala nicht, weshalb dieser Besuch etwas ganz Besonderes für sie war. An der deutschen Kultur und Sprache bestehe in Guatemala ein großes Interesse, weil die Schüler oft deutsche Vorfahren hätten. Der Gastaufenthalt findet bereits zum 26. Mal statt. Borgmann bedankte sich bei den Vertretern des Gymnasiums als auch bei den Gasteltern dafür, dass sie den internationalen Schüleraustausch so aktiv mit begleiten, heißt es im Pressetext abschließend.

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