Klimaschutzkonzept
Von der Analyse zu den Maßnahmen

Lüdinghausen -

Zur Halbzeit der Erarbeitung eines Integrierten Klimaschutzkonzeptes stand das Thema am Donnerstagabend auf der Tagesordnung des Planungsausschusses. Andreas Hübner, dessen Fachbüro Gertec (Essen) von der Stadt mit der Erstellung des Konzeptes beauftragt wurde, stellte den Politikern den Stand der Dinge vor.

Samstag, 14.12.2019, 12:00 Uhr
Andreas Hübner stellte den Politikern im Planungsausschuss den Stand in Sachen Integriertes Klimaschutzkonzept vor. 
Andreas Hübner stellte den Politikern im Planungsausschuss den Stand in Sachen Integriertes Klimaschutzkonzept vor.  Foto: Anne Eckrodt

Nach der Hälfte der Laufzeit, die für die Erstellung des Integrierten Klimaschutzkonzeptes angesetzt ist, neigt sich die Analysephase langsam dem Ende zu. „Nun rückt die Maßnahmenentwicklung in den Vordergrund“, machte Andreas Hübner , Geschäftsführer des Fachbüros Gertec (Essen), das von der Stadt mit der Konzepterstellung beauftragt worden ist, am Donnerstagabend im Planungsausschuss deutlich. So wurden nach dem Kick-Off in den vergangenen Monaten viele Interviews mit dem knapp 100 Personen umfassenden Akteurskataster geführt, eine interfraktionelle Arbeitsgruppe ist gestartet und auch der Beirat hat seine Arbeit aufgenommen.

Hübner umriss in seinem Zwischenbericht einige erste Analyseergebnisse. Unter anderem machte er deutlich, dass die meisten Emissionen im Verkehrssektor entstehen. Insgesamt habe der Energieverbrauch 2017 acht Prozent über dem des Jahres 1990 gelegen. Im gleichen Zeitraum seien die Treibhausgas-Emissionen pro Kopf von knapp zehn auf 7,5 Tonnen gesunken. In gut sieben Jahren wäre Lüdinghausen mit seinem restlichen Treibhausgas-Budget durch, machte Hübner den Handlungsbedarf deutlich. Ein Wert, der im Bundesdurchschnitt liegt.

Bei den erneuerbaren Energien stecken die größten Potenziale im Bereich Photovoltaik und Wind.

Andreas Hübner

Die größten Energieeinsparpotenziale liegen laut der Analyse des Büros Gertec im Wohnsektor beim Heizen. Das zweitgrößte Potenzial sehen die Fachleute in der Industrie beim Thema Prozesswärme. Hübner: „Bei den erneuerbaren Energien stecken die größten Potenziale im Bereich Photovoltaik und Wind.“

Die Arbeit in den Gremien läuft im Hinblick auf die Entwicklung von Maßnahmen weiter. Im Frühjahr 2020 ist zudem eine Bürgerversammlung geplant.

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