Quempas-Singen im Antoniuskloster
Steter Wechsel der Stimmen

Lüdinghausen -

Das Quempas-Singen in der Kapelle des Antoniusklosters hat Tradition. Ebenso die Tatsache, dass dabei kein Platz frei bleibt. Das war am Samstagabend nicht anders.

Sonntag, 15.12.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 18.12.2019, 16:58 Uhr
Volles Haus: Lange vor dem Beginn des Quempas-Singens in der Kapelle des Antoniusklosters waren alle Plätze besetzt. Mehrere Chöre und Musiker waren – zum Teil gemeinsam mit dem Publikum – am Samstagabend im Einsatz.
Volles Haus: Lange vor dem Beginn des Quempas-Singens in der Kapelle des Antoniusklosters waren alle Plätze besetzt. Mehrere Chöre und Musiker waren – zum Teil gemeinsam mit dem Publikum – am Samstagabend im Einsatz. Foto: Arno Wolf Fischer

Wie sehr das alljährliche Quempas-Singen im Antoniuskloster die Lüdinghauser begeistert, machten die Besucherzahlen am Samstagabend erneut deutlich: Die Plätze in der Klosterkapelle waren schon lange vor Beginn des Konzertes komplett belegt. Der Chor „parlar cantando“ unter der Leitung von Andrea Sauer zog gemeinsam mit dem evangelischen Kirchenchor um Petra König-Gurian in die Kapelle ein und wurde bereits für die erste Darbietung mit anhaltendem Applaus belohnt.

Zentraler Anziehungspunkt der mittelalterlichen Tradition des Quempas-Singens ist der stete Wechsel von wenigen und vielen Stimmen, die mal besinnlich und mal jauchzend Lieder rund um die Festzeit anstimmen. Immer wieder stiegen die mehr als 200 Zuhörer daher bei Stücken wie „Alle Jahre wieder“ mit ein. Und auch der eine oder andere Rollenwechsel war Teil des Programms: So wurden die Chöre zu Zuhörern und das Publikum sang ganze Strophen ohne Unterstützung der Sänger.

Mehrere Chöre und Musiker waren am Samstagabend im Einsatz.

Mehrere Chöre und Musiker waren am Samstagabend im Einsatz. Foto: Arno Wolf Fischer

Neben den beiden großen Chören waren am Samstag auch zwei Vokalquartette zu hören. Petra König-Gurian, Beate Pieper, Andrea Sauer und Martina Große Feldhaus bilden zusammen das Quartett „WIRvier“. Auch die „4Necks“, die sich aus Claudia Velken-Bradt, Bodo Müller sowie Heike und Jo Zucker-Reimann zusammensetzen, zeigten an dem Abend ihr Können. Die ins­trumentale Begleitung durch Michaela Grosse-Holz (Querflöte) und Volker Freibott (Klavier) sowie die Textrezitationen von Martina Große Feldhaus vervollständigten die musikalische Einstimmung auf die Festtage.

Mit vollem Einsatz sangen Chöre und Publikum schließlich „Dona nobis pacem“, zu dessen klanglichen Friedenswünschen die Sänger aus der Kapelle auszogen. Die Spenden des Publikums kommen in diesem Jahr der Notfallseelsorge im Kreis Coesfeld zugute.

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