“Balu und du“ am Anton
Nicht nur die Moglis profitieren

lüdinghausen -

Alle kennen Balu, den gemütlichen Bären aus dem Dschungelbuch. Seit dem vergangenen Jahr schlüpfen am St. Antonius-Gymnasium Pädagogikschüler in die Rolle des großen Freundes, mit Gewinn für alle Beteiligten.

Dienstag, 17.12.2019, 12:00 Uhr
Engagieren sich für „Balu und du“ (v.l.): Nina Schwerdtfeger (Schulsozialarbeiterin), Anna Braun (Balu), Elisabeth Hüttenschmidt (Schulleiterin), Dennis Peters (Lehrer) sowie Andreas Geiping (Sparkasse Westmünsterland).
Engagieren sich für „Balu und du“ (v.l.): Nina Schwerdtfeger (Schulsozialarbeiterin), Anna Braun (Balu), Elisabeth Hüttenschmidt (Schulleiterin), Dennis Peters (Lehrer) sowie Andreas Geiping (Sparkasse Westmünsterland). Foto: Bastian Becker

Rein äußerlich hat Anna Braun wenig Ähnlichkeit mit Balu, dem gemütlichen Bären aus dem „Dschungelbuch“. Doch seit Oktober übernimmt sie wie ihre Mitschüler Sarah Jäger und Finn Ole Lambernd (alle Jahrgangsstufe Q1 am St. Antonius-Gymnasium) im Projekt „Balu und du“ die Rolle des großen Freundes. Einmal wöchentlich treffen sich die drei in einer 1:1-Betreuung mit einem Grundschulkind von der Ludgeri- oder Ostwallschule (die „Moglis“, das sind Kinder, die in sozial oder wirtschaftlich herausfordernden Lebensumständen aufwachsen) und verbringen Zeit mit ihm.

Wir gehen gerne raus, spielen Brettspiele oder lesen Bücher.

Anna Braun

„Wir gehen gerne raus, spielen Brettspiele oder lesen Bücher“, berichtet Braun über die Treffen. Am Anton gibt es das von der Sparkasse Westmünsterland geförderte Projekt seit dem vergangenen Jahr. „Die Moglis, aber auch die Balus profitieren sehr davon. Das ist eine Win-Win-Situation“, berichtet Schulsozialarbeiterin Nina Schwerdtfeger. „Die Beziehung zwischen den ersten Balus und den Moglis geht über das Projekt hinaus weiter“, erklärt Pädagogiklehrer Dennis Peters. Dennoch sei die Begrenzung des Projekts auf ein Jahr wichtig.

Für den neuen Durchgang habe es zunächst zwölf Bewerbungen gegeben,. In einem Online-Tagebuch und regelmäßigen Treffen mit Schwerdtfeger und Peters reflektieren die Balus die Begegnungen. „Das Projekt ist an den Unterricht angedockt“, betont Schulleiterin Elisabeth Hüttenschmidt. So sei es etwa möglich, eine Facharbeit zu dem Thema zu schreiben. Anna Braun hat in ihrer Rolle als Balu jedenfalls schon etwas mitgenommen: „Ich habe bemerkt, dass ich Verantwortung übernehmen kann. Das steigert auch mein Selbstbewusstsein.“

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