Alban Pengili und Silva Skenderi im Kapitelsaal
Komponisten aus elf Nationen

Lüdinghausen -

Violinist Alban Pengili und Pianistin Silva Skenderi begeisterten ihr Publikum im Kapitelsaal mit Stücken von Komponisten aus elf Nationen. Erinnert wurde auch an den 100. Geburtstag ihrer Heimat Albanien vor sieben Jahren.

Montag, 23.12.2019, 06:00 Uhr
Violinist Alban Pengili und Pianistin Silva Skenderi begeisterten bei ihrem Konzert im Kapitelsaal der Burg Lüdinghausen mit einer Hommage zum 100. Geburtstag ihres Heimatlandes Albanien.
Violinist Alban Pengili und Pianistin Silva Skenderi begeisterten bei ihrem Konzert im Kapitelsaal der Burg Lüdinghausen mit einer Hommage zum 100. Geburtstag ihres Heimatlandes Albanien. Foto: Bastian Becker

2012 feierte das Land Albanien seinen 100. Geburtstag. Violinist Alban Pengili nahm das zum Anlass, seinem Heimatland ein Programm zu widmen, das auf CD erhältlich ist. Gemeinsam mit Landsfrau und Pianistin Silva Skenderi präsentierte Pengili am Samstagabend im Kapitelsaal der Burg Lüdinghausen ein Programm, das Stücke von Komponisten aus elf Nationen enthält.

Den Auftakt bildete die eher unbekannte „Suite für Violine und Klavier Opus 10“ des Norwegers Christian Sinding. Dem spannungsgeladenen „Presto“ mit dramatischem Finale folgt das langsam klagende „Adagio“, das den Schmerz fein herausarbeitet. „Tempo giusto“ transportiert teils fliegende, teils aufbrausende Aufbruchstimmung. Schon in diesem Stück zu Beginn zeigten sich Skenderis besonnenes, wohlakzentuiertes Klavierspiel und Pengilis auf den Moment bedachtes, meist schnörkellose Geigeninterpretation. Einen weiteren Höhepunkt des ersten Konzertteils markierten die „Zigeunerweisen Opus 20“ von Pablo de Sarasate, in der die Zerrissenheit zwischen Schwere (Klavier) und Leid (Geige), das bis in die höchsten Töne geht, mit einem unverdrossenen, teils spielerischen Vorwärtsstreben.

Den Start nach der Pause bestritt das Duo mit albanischen Klängen. Pjeter Gacis „Ballade in A-moll für Violine und Orchester“ trugen die beiden zu zweit vor. Das zauberhaft melancholische Stück mit Licht und Schatten lässt die Tiefe eines hierzulande wenig bekannten Landes erahnen. Ein Stück von Niccolo Paganini darf in einem Pengili-Programm nicht fehlen. „Cantabile“ zeigt aber die träumerisch-leichte Seite des „Teufelsgeigers“ und verklingt mit leichtem Pizzicato.

Sichtlich bewegt zeigte sich Pengili bei der Ansage des von ihm selbst komponierten „Albanischer Liebeswalzers, Thema – Variatione für Violine Solo“. Zunächst der wild galoppierende Einstieg, später eine sängerische Passage, dann ein aufgeregtes Zwischenspiel oder ein schrill-disharmonischer Teil. Dieses Stück verlangte dem Violinisten einiges ab. Mit dem sehnsuchtsvollen „Tango, Por una Cabeza“ beschlossen Pengili und Skenderi einen Abend, den die Zuschauer mit lang anhaltendem Applaus belohnten.

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