DRK-Vertreter zu Gast bei jugendlichen Flüchtlingen im Josefshaus
Eine neue Heimat auf Zeit

Seppenrade -

Es ist bereits die zweite Generation an jungen Flüchtlingen, die derzeit bei den Schwestern im Josefshaus wohnt und vom DRK betreut wird. Als Vertreter des DRK-Vorstandes Heiligabend zu Besuch waren, trafen sie auf lauter zufriedene junge Männer.

Freitag, 27.12.2019, 07:00 Uhr aktualisiert: 30.12.2019, 11:33 Uhr
Oberin Schwester Irmgard und Schwester Gerhardis verteilten Geschenke an die Flüchtlinge im Josefshaus, als Präsidium und Vorstand des Kreis-DRK die jungen Männer dort Heiligabend besuchten.
Oberin Schwester Irmgard und Schwester Gerhardis verteilten Geschenke an die Flüchtlinge im Josefshaus, als Präsidium und Vorstand des Kreis-DRK die jungen Männer dort Heiligabend besuchten. Foto: Michael Beer

Nur auf zufriedene junge Männer trafen Konrad Püning , Präsident des DRK-Kreisverbandes Coesfeld, seine Stellvertreterin Lisa Stremlau sowie Vorstand Christoph Schlütermann, als sie Heiligabend die Flüchtlinge besuchten, die im Josefshaus vom DRK betreut werden. Es ist bereits die zweite Generation, die seit 2015 bei den Schwestern dort untergebracht ist.

Oberin Schwester Irmgard und die Jugendlichen aus Somalia, Afghanistan, Irak, Eritrea oder dem Sudan betonten das gute Miteinander. Die meisten der Bewohner befinden sich im Einsteiger-Qualifikationsjahr, das in dualer Form mit dem Besuch des Richard-von-Weizsäcker-Berufskollegs oder dem Gymnasium Canisianum und verschiedener Praktika durchgeführt wird. Ein junger Mann macht eine Ausbildung in der Bäckerei Geiping, andere absolvieren ein Praktikum im Autohaus Kaiser, in einem Modegeschäft in Münster, in der Lagerlogistik bei der Spedition Große Entrup oder im Restaurant „Heidekrug“.

Die Jungs sind super, sehr selbstständig und machen große Fortschritte.

Jasmin Schubert

„Die Jungs sind super, sehr selbstständig und machen große Fortschritte. Wir hören immer nur Gutes von den Betrieben“, sagte Jasmin Schubert vom Betreuerteam. „Wichtig ist eine Struktur im Tagesablauf. Probleme, falls sie mal auftreten, werden dort sofort gelöst“, betonte Schlütermann. Viele der Jugendlichen haben beim SV Fortuna eine sportliche Heimat und auch Freunde gefunden.

„Unser Zuhause sind aber unsere Heimatländer, wo unsere Familien leben, mit denen wir immer in Kontakt stehen. Wenn wir unsere Ausbildung beendet haben und die Lage sich in der Heimat verbessert, wollen wir wieder dorthin zurück“, war unisono von ihnen zu hören. Nachdem Schwester Irmgard und Schwester Gerhardis Geschenke an die Jugendlichen verteilt hatten, verabschiedeten diese den Besuch mit einem „Wir wünschen frohe Weihnachten“ – auch wenn ihnen dieses Fest aus ihrer Heimat unbekannt ist.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7154270?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F163%2F
Hospizbewegung beklagt unerlaubte Logo-Nutzung durch Deutsche Glasfaser
Glasfaserkabel in Leerrohren. Das Bündelungsverfahren der Deutschen Glasfaser in Nottuln ist mit einer Panne gestartet. Die Hospizbewegung beklagt die unerlaubte Nutzung ihres Logos für die Bündelungskampagne.
Nachrichten-Ticker