Glasfaser: „Buddelverein“ löst sich auf
„Wir haben es geschafft“

Lüdinghausen -

Gemeinsam mit Seppenrade sind rund 700 Haus- und Hofstellen mit einem Glasfaseranschluss versorgt worden. Davon würden nun 3500 Bürger profitieren, 15 Prozent der Gesamteinwohnerzahl, erklärte Berthold Schulze Meinhövel bei der letzten Versammlung des „Buddelverins“.

Montag, 06.01.2020, 11:00 Uhr aktualisiert: 07.01.2020, 13:44 Uhr
Mehr als 300 Mitglieder waren der Einladung zur letzten Versammlung gefolgt. Mit Hilfe eines Projektors (kl. Bild) ließ der Vorstand die geleistete Arbeit noch einmal Revue passieren.
Mehr als 300 Mitglieder waren der Einladung zur letzten Versammlung gefolgt. Foto: ure

Ein Ausdruck von großer Freude und herzlicher Dankbarkeit: „Es war schon eine tolle Leistung, was wir da in gut drei Jahren hingekriegt haben“. Die Betonung legte der Vorsitzende Berthold Schulze Meinhövel dabei auf das Wort „wir“. Weshalb? Das machte Tiefbau-Spezialist Norbert Brune deutlich: „Ohne eure großartige Unterstützung wäre das niemals in so kurzer Zeit fertig geworden. So ein Zusammenhalt, wie wir ihn hier in Lüdinghausen gezeigt haben“, der sei einfach grandios, wandte er sich am Freitagabend an die über 300 Personen, welche zur letzten Mitgliederversammlung der Teilnehmergemeinschaft für die Glasfaserverlegung im Außenbereich von Lüdinghausen im Festzelt an der Berenbrocker Schule (wo viele nur noch einen Stehplatz fanden) gekommen waren, um ihren Verein nach getaner Arbeit nun wieder aufzulösen.

Abgebrochene Pflüge und Getriebeschäden an Traktoren hatten wir nicht zu beklagen.

Berthold Schulze Meinhövel

„Wir haben es geschafft“, meinte Schulze Meinhövel zu Beginn seines umfangreichen Rückblicks. Dabei bezog er sich auf „ein leistungsfähiges und flächendeckendes Glasfasernetz, mit dem wir der digitalen Zukunft gelassen entgegensehen können“. Dieses Ergebnis biete „allen Generationen eine Perspektive, um weiterhin im schönen Außenbereich zu wohnen. Und nebenbei haben unsere Immobilien eine Wertsteigerung erfahren“. Gemeinsam mit Seppenrade seien rund 700 Haus- und Hofstellen mit modernster Internettechnologie versorgt worden. Davon würden nun 3500 Bürger profitieren, was 15 Prozent der Gesamteinwohnerzahl seien, erklärte Schulze Meinhövel weiter.

Nicht ohne einen gewissen Stolz stellte er dann fest, dass die reine Bauzeit nur knapp zwei Jahre betragen habe. „Natürlich“ habe man „viel Glück“ mit der trockenen Witterung gehabt, trotzdem dürfe dieser Aspekt die fantastische Mithilfe ungezählter freiwilliger Helfer keinesfalls schmälern. „Es war überall eine große Begeisterung erkennbar“. Und auch die „einzigartige Technik“ von Norbert Brune habe maßgeblich mit zum Gelingen des Projektes beigetragen. „Abgebrochene Pflüge und Getriebeschäden an Traktoren hatten wir nicht zu beklagen. Seine Maschinen haben gehalten“. Einen besonderen Dank richtete Schulze Meinhövel an die in Rosendahl ansässige Firma Muenet nit ihrem Geschäftsführer Patrick Nettels. „Hiermit haben wir einen Netzbetreiber gefunden, der aus der Region kommt. Und ich glaube, dass auch das ein ganz großer Vorteil ist“. Das Miteinander sei „von großer Fairness geprägt“ gewesen.

Es gibt eine Person, die hat Schulze Meinhövels persönliches Bild vom Mitarbeiter des Kreises Coesfeld deutlich verändert – und zwar ganz eindeutig zum Positiven. „So einen engagierten und freundlichen Mitarbeiter wie Jochen Wilms habe ich beim Kreis noch nicht erlebt“. Dabei lobte er auch den großen Sachverstand des Breitbandkoordinators der Wirtschaftsförderungsgesellschaft. Weiterer Dank wurde dem Geschäftsführer des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes, Raphael van der Poel, zuteil, bei dem all die juristischen Fallstricke bei der Erstellung der Satzung und jetzt am Freitagabend bei der Liquidation in besten Händen waren. „Immer kompetent, immer engagiert, immer freundlich: Die Landwirtschaft im Kreis kann froh sein, solch einen Geschäftsführer zu haben“. Ebenfalls einen vorderen Platz in der Dankesliste fanden die Vorstandskollegen Franz Koddebusch, Jochen Farwick, Josef Oberhaus, Berthold Schulze Althoff, Berthold Kasberg und Christian Kalmon (auch im Tiefbau aktiv), sowie die 30-köpfige Multiplikatorenschar und Mario Düllmann.

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