Vielseitige Aufgaben rund um die Beerdigung
Mitfühlen und anpacken

Lüdinghausen -

Bestatter müssen mitfühlen, aber auch organisieren und anpacken können. Wie vielseitig ihr Beruf ist, erklären Stephan Pinnekamp und Inga Harlake von Bestattungen Pinnekamp.

Freitag, 17.01.2020, 08:00 Uhr
Stephan Pinnekamp und Inga Harlake helfen Angehörigen unter anderem dabei, Blumenschmuck auszusuchen.
Stephan Pinnekamp und Inga Harlake helfen Angehörigen unter anderem dabei, Blumenschmuck auszusuchen. Foto: Heidrun Riese

Bestatter haben einen vielseitigen Beruf. Sie leisten Trauer-, aber auch viel Büroarbeit. „Wir sind erstmal für die Menschen da und zeigen ihnen, dass sie nicht alleine sind, dass sie professionelle und herzliche Hilfe bekommen“, beschreibt Inga Harlake von Bestattungen Pinnekamp das erste Treffen mit den Angehörigen.

Organisatorisches

In den meisten Fällen, so Stephan Pinnekamp, Inhaber und geprüfter Bestatter, würden die Familien sämtliche organisatorischen Aufgaben an die Fachleute abgeben. Das fängt bei der Überführung des Leichnams an. Dann gilt es, den Ort der Bestattung sowie die Art der Trauerfeier zu regeln und das Kaffeetrinken zu organisieren. Dazu gehört auch das Rundum-Paket mit Totenbriefen und Zeitungsanzeige. „Ein wichtiger Teil ist außerdem das Versorgen des Verstorbenen“, betont Harlake. „Jeder wird bei uns so aufgebahrt, dass sich Trauernde verabschieden können, selbst wenn sie sich das zuerst gar nicht gewünscht haben“, erklärt die Bestattungsfachkraft, zu deren Aufgaben auch die Beurkundung des Sterbefalls gehört. Damit ist der Papierkram in der Regel nicht erledigt.

Vielseitige Fähigkeiten

„Wir übernehmen oft Abmeldungen – von Versicherungen über Gas und Strom bis zu Abos“, berichtet Pinnekamp, der auch schon Wohnungsauflösungen organisiert hat. „Wir versuchen zu helfen, wo es geht. Und die Menschen sind beruhigt, wenn da jemand ist, der alles regelt.“ So braucht ein Bestatter neben Empathie, Fingerspitzengefühl und Materialkenntnis auch Organisationsgeschick, medizinisches sowie rechtliches Wissen. „Und“, ergänzt Harlake, „man muss anpacken können.“

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