„Drei Männer im Schnee“
Verwechslungen inklusive

Lüdinghausen -

Das Stück „Drei Männer im Schnee“ der Kulturbühne Lüdinghausen hielt viel Amüsement für sein Publikum bereit. Turbulent und voller Verwechslungskomik kam es daher.

Freitag, 17.01.2020, 19:00 Uhr
Auch eine Lebedame spielte eine nicht unwesentliche Rolle bei den drei Männern im Schnee.
Auch eine Lebedame spielte eine nicht unwesentliche Rolle bei den drei Männern im Schnee. Foto: Inga Kasparek

Mit „Drei Männer im Schnee“ bot die Kulturbühne Lüdinghausen am Donnerstagabend in der Aula des Schulzentrums einen Klassiker von Erich Kästner , den dieser im Jahre 1934 als Roman herausbrachte. Er konnte damals wohl nicht ahnen, welchen Triumphzug er damit auf den Weg brachte. Für viele unvergessen die Erstverfilmung von Regisseur Klaus Hoffmann – basierend auf dem ebenfalls von Kästner geschriebenen Drehbuch – , die es 1955 sogar zum 5. Internationalen Filmfestival nach Berlin schaffte.

Das Original von Erich Kästner

Von da an wurde die Verwechslungskomödie so manches Mal neu interpretiert, ob 1974 noch einmal als Spielfilm, als Operette oder als Hörspiel. Die Fußstapfen, in die die Regisseure Kirsten A. Lange und Markus Veith mit ihren Schauspielern traten, waren groß, immerhin hatten sich in der Vergangenheit schon Filmgrößen wie Paul Dahlke, Klaus Schwarzkopf, Nicole Heesters einen Namen damit gemacht.

Die Handlung ist schnell erzählt: Ein Millionär will herausfinden, wie seine Hotelangestellten mit den unterschiedlichsten Gästen umgehen. Er schleust sich inkognito ein, was seine besorgte Tochter aber unterläuft, indem sie die Mitarbeiter vorwarnt. Die jedoch verwechseln die Personen und halten irrtümlich einen arbeitslosen Werbefachmann, der sich als Gewinner eines Preisausschreibens in besagtem Hotel aufhält, für den „Boss undercover“ und hofieren ihn aufs vorzüglichste im Gegensatz zu dem eigentlichen Chef, der in ein Hinterzimmer verfrachtet und mit unerträglichen Zumutungen konfrontiert wird. Es kommt, wie es kommen muss, eine turbulente Verwechslungsgeschichte, zum Schluss noch angereichert mit einer Prise Romantik, nimmt ihren Lauf und bietet den Akteuren reichlich Gelegenheit, ihre Fähigkeiten zu präsentieren.

Überzeugende (Doppel-)Rollen

Da sind zunächst einmal die drei Männer im Schnee, nämlich Geheimrat Tobler (Markus Veith), Dr. Hagedorn (Marius Mik) und Diener Johann (Joeri Burger). Alle drei haben sichtlich Spaß daran, ihre (Doppel-)Rollen lebendig und überzeugend auszufüllen.

Aber auch Tochter Hilde (Marylin Pardo), der Portier (Dirk Volpert), die Hausdame (Saskia Leder) und die Lebedame (Kirsten A. Lange) bekommen von ihren Darstellern Glaubwürdigkeit und die notwendige Komik eingehaucht.

Etwas Besonderes hatte sich die Regie mit dem Bühnenbild, den Kostümen und den übrigen Requisiten einfallen lassen: Alles war in Schwarz-Weiß gehalten als Reminiszenz an den Originalfilm aus der guten alten Zeit, in der die Filme eben noch in diesen „Nicht-Farben“ daher kamen. Dem Publikum gefiel es sichtlich und so ließen sich die Darsteller gerne vom anhaltenden Applaus belohnen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7200069?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F163%2F
Gedenken an die Morde von Hanau
Rassistischer Anschlag: Gedenken an die Morde von Hanau
Nachrichten-Ticker