Pianist Menachem Har-Zahav im Kapitelsaal
Musikalischer Stammgast und Jugendförderer

Lüdinghausen -

Nicht zum ersten Mal gastierte der israelisch-amerikanische Meisterpianist Menachem Har-Zahav in der Steverstadt. Und wieder legte er großen Wert darauf, besonders junge Menschen für die klassische Musik zu begeistern.

Sonntag, 19.01.2020, 20:00 Uhr
Der Pianist freute sich vor allem über die vielen jungen Menschen im Publikum.
Der Pianist freute sich vor allem über die vielen jungen Menschen im Publikum. Foto: awf

Menachem Har-Zahav ist mittlerweile ein musikalischer Stammgast in der Steverstadt: Bei seinem Konzert am Freitagabend machte der israelisch-amerikanische Meisterpianist erneut deutlich, weshalb ihm Lüdinghauser Musikfreunde seit seinem ersten Auftritt im Jahr 2008 die Treue halten. „Liebestraum u.a.“ lautete der Titel der Veranstaltung, für die Har-Zahav eine vielfältige Auswahl an Werken romantischer Komponisten rund um den „Liebestraum“ von Franz Liszt vorbereitet hatte. Virtuos wechselte er so zwischen schweren Akkorden und verspielten Höhen, was beim Publikum auf Begeisterung stieß.

Ich wähle Stücke aus, die mich ansprechen.

Menachem Har-Zahav

Im Vordergrund steht für den Pianisten neben der Variation seiner Musikauswahl dabei vor allem eines: „Ich wähle Stücke aus, die mich ansprechen.“ Wie gebannt verfolgten die rund 90 Zuhörer im Kapitelsaal die Darbietung des Musikers, der bereits mit den ersten beiden Sonaten von Domenico Scarlatti , für anhaltenden Applaus sorgte. Dass die Werke von Scarlatti dabei ursprünglich gar nicht für das Piano komponiert worden waren, war für die Zuhörer kaum zu erkennen. Der Pianist hat dabei einen besonderen Anspruch an seine Auftritte: „Man muss natürlich den Noten folgen, aber gleichzeitig sollte man beim Spielen auch etwas Neues ausdrücken.“ Besonders freute den Musiker am Freitag der Anblick junger Gesichter im Publikum, zumal Zuhörer unter 18 Jahren immer kostenfrei Zutritt zu seinen Konzerten haben: „Ich möchte bei den Jugendlichen das Interesse für klassische Musik wecken“, fasste Har-Zahav zusammen und ergänzte: Explosiver Applaus war schließlich der Lohn für Har-Zahav, der das Konzert mit „Danse“ von Claude Debussy beendete. Dass das Publikum nach einer Zugabe verlangte, überraschte kaum: Mit einer letzten Sonate von Scarlatti trat Har-Zahav noch einmal vor das Publikum und beeindruckte seine Zuhörer erneut mit atemberaubender Geschwindigkeit und Fingerfertigkeit.

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