Landtagsabgeordneter besucht Canisianum
Politikstunde mit André Stinka

Lüdinghausen -

André Stinka besuchte jetzt anlässlich der „Tage der Freien Schulen NRW“ das Gymnasium Canisianum. Dort stand der SPD-Landtagsabgeordnete den Schülern des Abiturjahrgangs Rede und Antwort.

Freitag, 31.01.2020, 06:34 Uhr aktualisiert: 31.01.2020, 06:40 Uhr
Aufmerksam hörten die Schüler dem SPD-Landtagsabgeordneten zu. André Stinka (kl. Bild) betonte er die Notwendigkeit des Dialogs zwischen Politik und Jugend.
Aufmerksam hörten die Schüler dem SPD-Landtagsabgeordneten zu. André Stinka (kl. Bild) betonte er die Notwendigkeit des Dialogs zwischen Politik und Jugend. Foto: Gymnasium Canisianum

An den „Tagen der Freien Schulen NRW“ haben zum dritten Mal Privatschulen ihre Türen für Politiker des Landtags NRW geöffnet und sie eingeladen, eine Stunde zu gestalten. Die dahinterstehende Idee ist, durch den direkten Kontakt Schüler für Politik zu begeistern und ihnen die Arbeit der Landtagsabgeordneten näher zu bringen, heißt es in einer Pressemitteilung. Gleichzeitig können sich die Landespolitiker über die pädagogische Arbeit und die besonderen Konzepte der Privatschulen informieren.

Der Weckruf von ‚Fridays for Future‘ war richtig und wichtig.

André Stinka

In diesem Jahr hat sich André Stinka , SPD-Landtagsabgeordneter im Wahlkreis Coesfeld II und damit auch für Lüdinghausen zuständig, Zeit für einen Besuch am Gymnasium Canisianum genommen. 90 Minuten stand er den Schülern des Abiturjahrgangs Rede und Antwort. Dabei betonte er die Notwendigkeit des Dialogs zwischen Politik und Jugend, der aus seiner Sicht viel intensiver geführt werden müsste.

Dass André Stinka einen politischen Schwerpunkt bei der Umwelt- und Klimapolitik hat, kam den Fragestellungen der Schülerschaft sehr entgegen, schreibt das Canisianum. Ihre Fragen fokussierten sich auf den Kohleausstieg, die Ausweitung erneuerbarer Energien oder auch auf die Wirkung von „ Fridays for Future “.

Der Abgeordnete räumte ein, dass erst diese Bewegung den Klima- und Umweltpolitikern Rückenwind verschafft habe. „Der Weckruf von ‚Fridays for Future‘ war richtig und wichtig. Wir Umweltpolitiker hatten bis dahin nicht die notwendige allgemeine Unterstützung. Und die Diskussion um eine Kernfrage der Zukunftsfähigkeit unseres Landes war einfach zu schwach“, wird Stinka zitiert.

Sehr kritisch ging er mit Menschen und Organisationen ins Gericht, die bei diesen Fragen mit Hass und Lügen operieren, vor allem im Internet. „Hasskommentare und Drohungen, zum Beispiel gegen Greta Thunberg, gehen gar nicht.“

Hasskommentare und Drohungen, zum Beispiel gegen Greta Thunberg, gehen gar nicht.

André Stinka

Die Schüler hatten sich mit ihren Lehrern Eva und Felix Bobbert auf die Begegnung mit dem Landespolitiker vorbereitet. Die Bandbreite der Fragestellungen ging über den Strukturwandel im Ruhrgebiet, eine neue Verkehrspolitik, den Brexit und seine Folgen bis hin zur Bildungspolitik. André Stinka habe sich als ehemaliger Generalsekretär allen Fragen gewachsen erwiesen. Er appellierte an die Schüler, nicht der AfD auf den Leim zu gehen, die den Klimawandel leugne, keine Lösungen für die aktuellen Probleme anbiete und die Schuld für alle Problemlagen auf die Flüchtlinge schiebe. „Diese Partei nutzt unser politisches System dazu, um es zu zerstören.“ Die Schüler dankten ihm die klaren Worte mit Applaus.

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