Pax-Christi-Aktive erinnern an Befreiung des KZ Auschwitz
Aktuelle Verbrechen thematisiert

Lüdinghausen -

Am Holocaust-Gedenktag kamen jetzt Pax-Christi-Aktive im St.-Antonius-Kloster zusammen. In einer Gedenkstunde erinnerten sie nicht nur an die Verbrechen der Nazizeit, sondern auch an aktuelle Geschehnisse.

Freitag, 31.01.2020, 12:00 Uhr
Zur Gedenkfeier an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz vor 75 Jahren kamen jetzt im St.-Antonius-Kloster Aktive der Pax-Christi-Gruppe zusammen.
Zur Gedenkfeier an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz vor 75 Jahren kamen jetzt im St.-Antonius-Kloster Aktive der Pax-Christi-Gruppe zusammen. Foto: Jan-Simon Tiessen

Zu einem Gottesdienst trafen sich jetzt Menschen aus Lüdinghausen und Umgebung am Internationalen Holocaust-Gedenktag im St.-Antonius-Kloster. Die Franziskanerinnen und Pax Christi hatten dazu eingeladen, am 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz die damals geschehenen und die aktuellen Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor Augen zu führen und sich in biblisch inspirierter Klage und Bitte, in hoffnungs- und vertrauensvollem Gesang und Psalmgebet vor Gott zusammenzufinden.

Christus-Skulptur ohne Hände

Marek Brzozowski ist ein Bildhauer, der in Warschau lebt. Eine Christus-Skulptur von ihm stand jetzt auf dem Altar. Der Gekreuzigte hat keine Hände. Seine Armstümpfe bilden das Victory-Zeichen, auch ein Symbol für Mareks eigenen Lebensweg: Auf dem Weg vom jüdischen Ghetto in ein KZ war er vermutlich von seinem eigenen Vater aus einem Lastwagen herausgereicht worden und so dem Tod entronnen. In einer christlichen Pflegefamilie wuchs er auf.

Marek und Überlebende des Nazi-Terrors aus anderen Opfergruppen gehörten zwischen 2001 und 2015 zu den Gästen des Freiburger Maximilian-Kolbe-Werks, die Jahr für Jahr in zwei Wochen in Bildungshäusern – in Hopsten und in Freckenhorst – von Mitgliedern der Lüdinghauser Pax-Christi-Gruppe betreut und von vielen anderen Menschen besucht wurden. Die Gesamtleitung lag dabei stets in den Händen von Peter und Margret Kopmeier.

Weltpolitische Konflikte

Peter Kopmeier hatte auch die Andacht im Antoniuskloster vorbereitet. Schwester Susann dankte ihm und der Pax-Christi-Gruppe für die langjährige Zusammenarbeit. Den musikalischen Rahmen der Gedenkstunde gestalteten wieder einmal Barbara und Burkhard Tiessen, die auch den Hoffnungs- und Vertrauenspsalm 139 in einer Neuinterpretation zu Gehör brachten. In den Fürbitten kamen die weltpolitischen Konflikte und die Bedrängnisse zur Sprache, denen Menschenrechtsaktivisten heute ausgesetzt sind.

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