Archivgruppe plant Ausstellung mit Werken von Josef Funhoff
Infos und Bilder gesucht

Seppenrade -

Die Archivgruppe des Seppenrader Heimatvereins plant eine Ausstellung mit Bildern von Josef Funhoff. Noch in diesem Jahr sollen einige Werke des gebürtigen Rosendörflers zu sehen sein. Dafür setzt das Orga-Team auch auf Infos und Gemälde von Bürgern.

Dienstag, 04.02.2020, 15:27 Uhr aktualisiert: 04.02.2020, 15:30 Uhr
Der Maler Josef Funhoff
Der Maler Josef Funhoff Foto: privat

Der Maler Josef Funhoff, 1881 in Seppenrade geboren, hat sich durch zahlreiche Porträts, Landschaften und Kirchenausmalungen einen Namen gemacht. In einer Ausstellung möchte der Heimatverein aus dem Rosendorf noch in diesem Jahr einige seiner Werke präsentieren. Dafür setzt das Orga-Team auch auf Infos und Gemälde von Bürgern.

Der Künstler Funhoff stammt aus einer Familie, die seit Jahrhunderten im Kreis Lüdinghausen ansässig ist: Sie hat ihren Namen von dem wichtigsten Bachlauf im südlichen Kreisgebiet, der Funne, erhalten. Funhoff hatte elf Geschwister. Die zeichnerischen Fähigkeiten des Jungen wurden zwar erkannt, an eine Ausbildung war aber nicht zu denken.

Funhoff absolvierte stattdessen eine Anstreicherlehre, die ihm allerdings wenig zusagte. Deshalb brach er sie ab und ging nach Hamburg zu einem Verwandten. Dort bestritt der Seppenrader den schweren Weg zum Künstlertum: In den Sommermonaten verdiente er Geld, um im Winter studieren zu können. Später setzte Funhoff seine Studien in Düsseldorf und München fort. Nach seiner Ausbildung wirkte der Maler mehrere Jahre in der Schweiz und in Süddeutschland. In der Landschaftsmalerei leistete er Hervorragendes.

Funhoff vergaß dabei seine Heimat nicht. Auch im Kreis Lüdinghausen hat er viel gearbeitet. Gern hielt er in seinen Werken den Fernblick von den Seppenrader Höhen über das Münsterland fest. Außerdem forderten die malerischen Bauern- und Kötterhäuser seine Gestaltungskraft. Die Kirche und die Krankenhauskapelle im Rosendorf erhielten ebenfalls durch Funhoff eine Ausmalung.

Vier seiner Brüder kehrten aus dem Krieg nicht zurück. Für sie und alle Gefallenen aus dem Dorf schuf Funhoff das Mahnmal. Zeugnisse seiner Künstlerhand sind vielfach auch im heimischen Raum zu finden: In so manchem Bürgerhaus findet man noch heute Bilder mit seinem Signum.

Funhoff starb am 4. November 1961 nach langer, mit Geduld ertragener Krankheit und wurde am 7. November 1961 in Seppenrade beigesetzt.

Der Heimatverein Seppenrade plant eine Ausstellung mit den Werken des Künstlers. Die Schau soll noch in diesem Jahr im Heimathaus im Rosengarten in Seppenrade stattfinden – organisiert von den Mitgliedern der Archivgruppe des Vereins.

Wer etwas über das Leben von Josef Funhoff und seine Kunst erzählen kann, der darf sich bei den Aktiven besagter Gruppe melden. Falls jemand sogar im Besitz eines oder mehrerer Bilder des Seppenraders ist, würden sie sich über eine Nachricht oder ein Foto von dem Gemälde freuen.

 

Erreichbar ist das Orga-Team per E-Mail an archiv@seppenrade.de und unter 0 25 91/98 72 33 sowie postalisch an Heimatverein Seppenrade e.V., Rosengarten 6, 59348 Lüdinghausen.

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