Ruderverein Lüdinghausen
Erst Bootstaufe, dann Grünkohlessen

Lüdinghausen -

Der Ruderverein Lüdinghausen verfügt jetzt über einen neuen Gig-Vierer. Er wurde auf den Namen „Gutding“ getauft.

Montag, 03.02.2020, 18:58 Uhr aktualisiert: 03.02.2020, 19:01 Uhr
Ließen sich die Jungfernfahrt nicht nehmen (v.l.): Christian Rohman, Björn Geiping (Vorsitzender Sparclub), Martin Thier (Vorsitzender „Freunde und Förderer“), Christoph Marxen (Vorsitzender Ruderverein Lüdinghausen) und Steuerfrau Cläre Oberhaus.
Ließen sich die Jungfernfahrt nicht nehmen (v.l.): Christian Rohman, Björn Geiping (Vorsitzender Sparclub), Martin Thier (Vorsitzender „Freunde und Förderer“), Christoph Marxen (Vorsitzender Ruderverein Lüdinghausen) und Steuerfrau Cläre Oberhaus. Foto: Ruderverein

Zum Grünkohl-Essen hatte der Ruderverein Lüdinghausen jetzt seine Mitglieder sowie Freunde und Förderer eingeladen. Statt der obligatorischen Wanderung zum Bootshaus fand dieses Mal vor dem gemeinsamen Essen die Taufe eines neuen Bootes statt. Getreu dem Motto „Gut Ding will Weile haben“ gab Taufpatin Heidi Richter dem Gig-Vierer den Namen „Gutding“, heißt es in einer Pressemitteilung der Ruderer.

Nachdem der Gig-Vierer von den Ruderern fachmännisch inspiziert worden war, reflektierte der erste Vorsitzende Christoph Marxen den langen Werdegang, der zu dieser Neuanschaffung führte: Eine Spende von Heidi Richter im Frühjahr 2018 brachte den Stein ins Rollen. Diese wollte der Verein aber nicht in seinem Haushalt versickern lassen.

Mit Fußsteuer und Stemmbrett-Schnellverstellern

Stattdessen stand im Mai nach Beratschlagungen im Vorstand fest, dass ein neuer Gig-Vierer gekauft werden sollte. Offen war allerdings noch die Ausstattung des Bootes sowie die Frage der Finanzierung, heißt es in dem Bericht weiter. Über den Sommer wurden mehrere Angebote eingeholt. Nach einigen Diskussionen fiel die Wahl auf einen Gig-Vierer der niederländischen Werft Wiersma. Diese ist dem Verein nicht unbekannt – besitzt er doch bereits zwei Boote aus deren Fertigung. Außerdem wurde im Juli 2017 bei einer Wanderfahrt in Amsterdam ein Gig-Vierer des Herstellers zur Probe gerudert. Das zu bestellende Boot sollte mit Fußsteuer und Stemmbrett-Schnellverstellern ausgerüstet und in einer halb geschlossenen Bauweise gefertigt sein. Zusätzlich sollte es für das Riemen-Rudern umgeriggert werden können und einen eigenen Satz Skulls bekommen. So ausgestattet wäre das Boot vielseitig einsetzbar: Neben dem gewöhnlichen Ruderbetrieb auf dem heimischen Kanal, mit oder ohne zusätzlichen Steuermann, kann es auch von ambitionierten Breitensportlern auf anspruchsvollen Regatten wie dem Rheinmarathon oder der Jugend auf Schülerregatten eingesetzt werden.

Boot in den Niederlanden geordert

Unter diesen Voraussetzungen sagten der Förderverein des RVLH sowie der Sparclubihre finanzielle Unterstützung zu.

Im Dezember 2018 ging dann die Bestellung an die Werft raus. Schon damals war aber mit einer Lieferzeit von sechs bis acht Monaten zu rechnen. In freudiger Erwartung das Boot nach den Sommerferien 2019 in Empfang nehmen zu können, wurden die Lüdinghauser von den Niederländern jedoch auf den Spätherbst vertröstet. Es gab Probleme mit Zulieferungen, sodass sich die Fertigung verzögerte. Erst im Dezember 2019 überführte dann eine kleine RV-Delegation den neuen Vierer in die Steverstadt.

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