Sozialintegrative Begegnungsstätte im Schulzentrum Lüdinghausen
Eine Anlaufstelle für alle

Lüdinghausen -

Nicht leicht gemacht haben sich die Mitglieder des Ausschusses für soziale Infrastruktur und Familienförderung die Entscheidung über ein Konzept für die neue Sozialintegrative Begegnungsstätte im Schulzentrum Lüdinghausen. Auf lange Beratungen folgte dann aber doch eine einstimmige Wahl: Der Caritasverband für den Kreis Coesfeld setzte sich gegen weitere drei Bewerber durch.

Donnerstag, 06.02.2020, 11:00 Uhr aktualisiert: 06.02.2020, 15:40 Uhr
Wie sie sich die Sozialintegrative Begegnungsstätte im Schulzentrum Lüdinghausen vorstellen, erläuterten am Dienstag
Wie sie sich die Sozialintegrative Begegnungsstätte im Schulzentrum Lüdinghausen vorstellen, erläuterten am Dienstag Foto: colourbox.de

Die Entscheidung über ein Konzept für die Sozialintegrative Begegnungsstätte im Schulzentrum Lüdinghausen haben sich die Mitglieder des Ausschusses für soziale Infrastruktur und Familienförderung am Dienstagabend nicht leicht gemacht. Schlussendlich waren sich am Ende aber alle Kommunalpolitiker einig: Der Caritasverband für den Kreis Coesfeld darf seine Pläne realisieren. Stimmt der Rat während seiner Sitzung am 18. Februar (Dienstag) zu, kann‘s los gehen. Bereits am 1. April sollen sich die Türen der Begegnungsstätte öffnen. Die Kooperation läuft dann zunächst einmal bis zum 21. Dezember 2021 – entsprechend des Zeitraums, für den die Stadt im Mai 2017 beim Land NRW erfolgreich einen Förderantrag gestellt hatte.

Vier mögliche Träger haben sich beworben. Neben den drei Caritas-Mitarbeitern André Bußkamp, Hagen Freund und Jochen Elte präsentierten Vertreter der Arbeiterwohlfahrt (AWO), des Deutschen Roten Kreuzes und der Jugendhilfe Werne ihre Ideen, wie sie die Sozialintegrative Begegnungsstätte mit Leben füllen wollen.

Anschließend gab es jede Menge Redebedarf. Dieter Tüns (CDU) brachte auf den Punkt, was scheinbar so mancher dachte: „Alle Konzepte haben eine hohe Qualität.“ Deshalb falle eine Auswahl schwer. Er regte an, vor der Abstimmung mit Sekundarschulleiter Mathias Pellmann, der allen Vorträgen aufmerksam gelauscht hatte, zu sprechen. Denn er wisse am besten, was wirklich gebraucht werde.

Diesen Vorschlag unterstützten sämtliche Fraktionen. Die Ausschussvorsitzende Anke Austrup (CDU) machte deshalb aus der öffentlichen kurzerhand eine nicht-öffentliche Sitzung. Im Anschluss an die Diskussion im Plenum zogen sich die Christdemokraten sogar zusätzlich noch zu einer fraktionsinternen Beratung zurück, ehe die Ausschussmitglieder über die Beschlussvorlage entschieden.

Einstimmig sprachen sie sich für das Caritas-Konzept aus – mit einem Zusatz, den Gustav Bölke von den Grünen ins Spiel gebracht hatte. Und so werden die künftigen Mitarbeiter der Sozialintegrativen Begegnungsstätte Ende 2020 während einer Ausschusssitzung berichten, wie die neue Anlaufstelle von den Lüdinghausern bis dato angenommen wird.

Warum die Wahl auf den Caritasverband gefallen ist? Seit 2018 arbeitet ein großes Team an der Lüdinghauser Bahnhofstraße, wie André Bußkamp mehrfach betonte. „Der Standort liegt uns am Herzen.“ Experten aus verschiedenen pädagogischen Fachgebieten seien somit vor Ort, eine Sozialraumanalyse bereits erfolgt. Die Stelle in der Begegnungsstätte am Schulzentrum sollen sich zwei studierte Sozialarbeiter oder -pädagogen teilen. Im Idealfall eine Frau und ein Mann, die insbesondere die individuelle Stärken junger Menschen entdecken und fördern sollen – damit sie sich in die Gesellschaft integrieren.

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