Kampf gegen Eichenprozessionsspinner: Pfadfinder bauen Nistkästen
Zuhause für viele Meisen

Lüdinghausen -

Auch die Pfadfinder sagen dem Eichenprozessionsspinner den Kampf an: Sie haben Nistkästen für Meisen gebaut. Die natürlichen Fressfeinde sollen die Population der gefährlichen Raupen eindämmen.

Freitag, 07.02.2020, 08:00 Uhr aktualisiert: 07.02.2020, 16:40 Uhr
Fleißige Handwerker: Die Pfadfinder haben Nistkästen für
Fleißige Handwerker: Die Pfadfinder haben Nistkästen für Foto: Stadt Lüdinghausen

Der Eichenprozessionsspinner sorgt nach wie vor für Diskussionen. Damit die Ausbreitung der gefährlichen Raupen künftig eingedämmt wird, haben die Pfadfinder nun damit begonnen, Nistkästen für Blau- und Kohlmeisen zusammenzubauen. Die Vögel gelten als natürliche Fressfeinde und helfen somit auf schonendem Weg, die Population der Eichenprozessionsspinner zu verringern. Die dafür erforderlichen Bausätze hatten Schüler des Richard-von-Weizsäcker-Berufskollegs vorbereitet.

Borgmann bedankte sich bei den Mitgliedern für ihren enormen Einsatz: „Sie engagieren sich ehrenamtlich für die Gemeinschaft. Dies ist in unserer heutigen Zeit nicht selbstverständlich. Für dieses großartige Engagement sind ihnen die Stadt Lüdinghausen und auch ich persönlich sehr dankbar“, fand der Rathaus-Chef lobende Worte.

Insgesamt sollen auf diese Weise in einem ersten Aufschlag etwa 400 Nistkästen entstehen, die die Stadt anschließend an engagierte Bürger verteilt, die wiederum die Patenschaften für die Pflege der Kästen in einem bestimmten Areal übernehmen. Der städtische Umweltbeauftragte Heinz-Helmut Steenweg bestätigte das große Interesse an der Aktion: „Die 400 Kästen sind schon komplett vergeben und die ersten Kästen können zum Ende der Woche verteilt werden.“ Sofern sich das Anbringen der Nistkästen für Blau- und Kohlmeisen auch messbar auf die Population der Eichenprozessionsspinner auswirkt, sei eine Fortführung des Projektes im nächsten Jahr vorgesehen, heißt es in einem Pressebericht.

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