SV Fortuna Seppenrade
Sport gut – Finanzen mau

Seppenrade -

Fortuna-Kassierer Thomas Rips machte am Freitagabend aus seinem Frust keinen Hehl: „Durch die enormen Unterhaltungskosten, die wir als Verein tragen, wird die Finanzlage immer dünner. Das Thema Reinigung ist mit der Stadt immer wieder angesprochen worden, doch nichts passiert. Wenn wir uns auf die Stadt verlassen, sind wir verlassen.“

Sonntag, 09.02.2020, 14:18 Uhr aktualisiert: 09.02.2020, 15:03 Uhr
Zahlreiche Mitglieder wurden für ihre 25-jährige Vereinszugehörigkeit geehrt.
Zahlreiche Mitglieder wurden für ihre 25-jährige Vereinszugehörigkeit geehrt. Foto: mib

Sportlich läuft es beim SV Fortuna Seppenrade rund. Finanziell aber zehren die Unterhaltungskosten für die große Sportanlage an der Kassenlage des Vereins. Darüber wurden die Mitglieder im Rahmen der Generalversammlung am Freitagabend durch den Vorstand informiert.

In ihrer Begrüßung dankte die Vorsitzende Walburga Krebber allen, die sich im vergangenen Jahr zum Wohl des Vereins eingebracht haben. Geschäftsführer Michael Becker legte in seinem Jahresbericht viele interessante Zahlen vor: 993 Mitglieder, 27 Mannschaften, die am Spielbetrieb teilnahmen, 17 Gruppen im F+B-Bereich, 21 lizenzierte Trainer und 60 Betreuer. Mit dem Mando-Hill-Festival , dem Siäpro-Dorfpokal oder der Fußballferienschule der Sparkasse fanden interessante Veranstaltungen auf dem Sportgelände statt. „Während die Stadt die Erweiterung der Fahrradständer, die Anpflanzung einer Hecke und den Einbau einer elektronischen Schließanlage übernommen hat, warten wir immer noch auf den bereits zum Haushalt 2017 angemeldeten Einbau von Lüftungsanlagen in den Duschen“, so Becker. Viele weitere Arbeiten wurden in Eigenleistung auf Vereinskosten vollzogen.

Obmann Max Kemmann eröffnete den Reigen der sportlichen Berichte. „Wir befinden uns mit allen Seniorenteams in sicherem Fahrwasser“, so Kemmann. Jugendobmann Werner Tüns zeigte sich erfreut, mit den 16 Teams wieder alle Altersklassen im Nachwuchsbereich besetzt zu haben. Das Ferienlager führt in diesem Jahr nach Ankum-Aslage. AH-Obmann Jens Hochstrat sucht weiter „Nachwuchs“ für die Alten Herren, denn 2019 konnte nur ein Spiel von 18 geplanten, durchgeführt werden. Das Angebot im F+B-Bereich, zu dem auch die Abnahme des Sportabzeichen zählt, werde gern angenommen, wie Birgit Hippe betonte. Alle Obleute baten aber um weitere Betreuer für die verschiedenen Mannschaften und Gruppierungen. Eine fast ausgeglichene Bilanz legte Kassierer Thomas Rips vor, doch seien Beitragserhöhungen dringend nötig, um den Betrieb am Laufen zu halten. Die Entlastung des Vorstands erfolgte einstimmig.

Helmut Nottenkämper als zweiter Vorsitzender, Michael Becker als Geschäftsführer, Max Kemmann als Obmann, Birgit Hippe als stellvertretende F+B-Obfrau und Christoph Overhage als Beisitzer wurden in ihren Funktionen bestätigt. Jochen Wischnewski übernimmt von Steffie Knaup das Amt des stellvertretenden Kassierers. Werner Moos wurde neu in den Ältestenrat gewählt. Der von der Jugendversammlung gewählte Obmann Werner Tüns wurde von der Versammlung bestätigt. Stephan Tintrup und Udo Krampitz werden die Kasse prüfen. Im Anschluss an die Wahl bat die Vorsitzende, sich Gedanken über ihre Nachfolge zu machen, da sie sich im kommenden Jahr nicht wieder zur Wahl stellen werde.

Kassierer Thomas Rips stellte den Mitgliedern einen Plan zur Beitragsanpassung vor. „Durch die enormen Unterhaltungskosten, die wir als Verein tragen, wird die Finanzlage immer dünner. Das Thema Reinigung ist mit der Stadt immer wieder angesprochen worden, doch nichts passiert. Wenn wir uns auf die Stadt verlassen, sind wir verlassen“, sagte Rips. Die für 2021 geplante Erhöhung der Beiträge wurde mit großer Mehrheit angenommen.

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