Marien-Dialog am Mittwoch
Über Leistenbrüche und andere Hernien

Lüdinghausen -

Über Narben- und Leistenbrüche informieren Dr. Jörg Siebert und Dr. Axel Wallner beim Marien-Dialog im St.-Marien-Hospital am Mittwoch (12. Februar). Die Veranstaltung findet um 18 Uhr im Marien-Campus statt.

Dienstag, 11.02.2020, 05:08 Uhr aktualisiert: 11.02.2020, 16:22 Uhr
Chefarzt Dr. Jörg Siebert referiert über Leistenbrüche.
Chefarzt Dr. Jörg Siebert referiert über Leistenbrüche.

Spricht man von einem „Bruch“, so denkt man zunächst an einen unfallbedingten Knochenbruch. Beim ersten Marien-Dialog in diesem Jahr, am Mittwoch (12. Februar) im St.-Marien-Hospital, geht es jedoch um die Vermeidung und Behandlung anderer Brüche: Bauchdecken-, Nabel-, Narben- und Leistenbrüche – im Fachjargon auch „Hernien“ genannt. Bei solchen Brüchen handelt es sich immer um ein „Loch“ in der Bauchdecke.

Schwachstelölen der Bauchdecke

„Diese entstehen an Schwachstellen der Bauchdecke, wie etwa bei einem Nabel- oder Leistenbruch. Auch die Schwächung der Bauchdecke durch eine Operation mit der Entstehung eines Narbenbruches kann dazu führen. Durch die Lücke in der Bauchdecke wölbt sich das Bauchfell, die Innenhaut der Bauchhöhle, als Bruchsack nach außen vor und wird so sichtbar oder fühlbar“, wird Dr. Axel Wallner , Facharzt für Allgemeinchirurgie und Visceralchirurgie im St.-Marien-Hospital, in einer Pressemitteilung zitiert. Gemeinsam mit dem Chefarzt der Abteilung Chirurgie, Dr. Jörg Siebert (Facharzt für Allgemeinchirurgie und Gefäßchirurgie), informiert der Fachmann am Mittwoch alle Interessierten ausführlich über das Thema. Im Mittelpunkt des ersten Marien-Dialogs im Jahr 2020 steht der Leistenbruch, der mit rund 240 000 Operationen jährlich ein Fünftel aller in Deutschland durchgeführten Operationen ausmacht. „Damit ist der Leistenbruch die häufigste Erkrankung des Menschen“, so Wallner weiter.

Neben der Vermeidung von Hernien informieren die Fachärzte über Operationsmöglichkeiten beziehungsweise Operationsverfahren, wie sie die Chirurgische Abteilung im St. Marien-Hospital durchführt. Mit einem Torso (Modell des Bauches) bieten die Referenten den Anwesenden ein besonderes Highlight. Daran demons­trieren sie, was der Chirurg beim Operieren mittels Bauchhöhlenspiegelung überhaupt macht. Natürlich dürfen die Anwesenden am Torso auch selbst einmal Operateur sein. Fragen aus dem Publikum sind dabei ausdrücklich erwünscht, heißt es abschließend.

 

Die Veranstaltung richtet sich an medizinische Laien, Betroffene sowie Interessierte. Sie findet um 18 Uhr auf dem Marien-Campus im Nebengebäude 1B des St.-Marien-Hospitals statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnahme kostenfrei.

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