Ambossfunken: Maike und Lina Berndstrotmann coachen erst- und letztmalig zusammen
Zwei Schwestern für „Stabil daobi“

Seppenrade -

Trainer-Wechsel bei den Ambossfunken: Maike Berndstrotmann übergibt das Zepter an ihre jüngere Schwester Lina. Doch zuvor stehen noch allerhand Auftritte in der aktuellen Session an. Am Samstag (15. Februar) geht‘s los – mit der Karnevalssitzung von „Ümmes de Ollen“ in Tetekum.

Dienstag, 11.02.2020, 10:00 Uhr aktualisiert: 11.02.2020, 16:22 Uhr
Trainerjob bleibt in der Familie: Lina Berndstrotmann (l.) löst nach Aschermittwoch ihre Schwester Mailke ab, die seit acht Jahren die Ambossfunken coacht. Foto: awi
Trainerjob bleibt in der Familie: Lina Berndstrotmann (l.) löst nach Aschermittwoch ihre Schwester Mailke ab, die seit acht Jahren die Ambossfunken coacht. Foto: awi

Es ist Montagabend. Musik schallt durch die Aula der Mariengrundschule Seppenrade. „Fünf, vier, drei, zwei, eins – und los“, übertönt Maike Bernd-strotmanns Stimme die rhythmischen Klänge. Die zwölf Mädels, die sich neben ihr im Kreis aufgestellt haben, springen auf der Stelle Seilchen. Während sie zuvor noch eifrig gequasselt haben, herrscht nun Stille. Jede ist mit sich selbst beschäftigt. Das Training haut rein, selbst das Aufwärmen hat es in sich. Muss es auch, schließlich ist bei den Ambossfunken der Seppenrader Karnevalsgesellschaft (KG) Stabil daobi derzeit Endspurt angesagt: Ihren ersten Auftritt in der aktuellen Session hat die Tanzgarde der Narren aus dem Rosendorf am Samstag (15. Februar) während der Sitzung des Tetekumer Vereins „Ümmes de Ollen“.

Seit 17 Jahren dabei

Für Maike Berndstrotmann endet an Aschermittwoch eine Ära: Seit 17 Jahren mischt die Seppenraderin bei den Ambossfunken mit, die vergangenen acht Sessionen als Trainerin. Bald ist Schluss: „Einerseits ist es traurig, weil ich immer gerne dabei gewesen bin. Ich habe für die Ambossfunken gelebt“, sagt die 32-Jährige ein wenig betrübt. „Andererseits habe ich gemerkt, dass es jetzt einfach gut ist.“ Natürlich werde sie das Training, die Auftritte und das freundschaftliche Miteinander vermissen. Da ihren Posten ihre fünf Jahre jüngere Schwester Lina Berndstrotmann übernehmen wird, bleibt die Aufgabe immerhin in der Familie. Schon in dieser Session haben die Zwei die Mädels gemeinsam gecoacht – Maike „nur“ vom Rand, Lina als Co-Trainerin und Tänzerin zugleich. „Wenn irgendetwas ist, dann darf sie mich natürlich jederzeit anrufen“, macht die scheidende Chefin der Gruppe ihrer Nachfolgerin Mut. Auch wenn das gar nicht nötig ist: „Ich bin zuversichtlich, dass alles klappen wird“, sagt Lina mit einem verschmitzten Lächeln, gehört die Eventmanagerin der Tanzgarde doch bereits seit elf Jahren an. Sie kennt die Abläufe und weiß, wie‘s geht. Stets nach Ostern steigen die Mädels ins Training ein. Nach drei Probestunden für Neuanwärter legen sie richtig los. Schließlich müssen jedes Jahr zwei komplett neue Tänze samt Zugabe eingeübt werden. Und die Outfits sollen stimmen: Während die Frauen bei ihrer Garde-Darbietung immer Uniformen in Vereinsfarben tragen, feilen sie stets mit viel Liebe zum Detail an den wechselnden Kostümen für den Show-Teil. Gemeinsam mit einem DJ suchen die Mädels jedes Jahr die Musik aus und lassen die Songs von ihm zusammenschneiden.

Applaus als Lohn

In dieser Session hat zum ersten Mal der Rosendörfler Christian Willmer diesen Job übernommen. Während früher – die Ambossfunken gibt es seit fast 50 Jahren – die Trainerin Lieder, Tanzschritte, Kostüme und Co vorgegeben habe, würden die Sportlerinnen heute mehr mitbestimmen, erklärt Maike Berndstrotmann. Ihre und somit bald Linas Aufgabe sei es, „den Überblick zu behalten und am Ende aus vielen kleinen Puzzleteilen ein großes Ganzes zu machen“.

Für ihr kreatives Bemühen und schweißtreibendes Sporteln belohnt das Publikum die Gruppe rund um Fasching mit allerhand Applaus. Sogar eigene Fans haben die Ambossfunken. „Die Menschen von den Werkstätten Karthaus haben teilweise Fotos von unseren Auftritten in ihren Zimmern hängen und wollen Autogramme von uns“, erzählt Lina Berndstrotmann, ehe ihre Schwester grinsend ergänzt: „Da sind die Mädels richtige Stars.“ Aber auch im Verein sind sie das: „Das Miteinander ist klasse, untereinander und mit dem Elferrat. Wir gehören einfach dazu“, resümieren die beiden Berndstrotmann-Schwestern und freuen sich auf die nahenden Sessionshöhepunkte.

 

www.stabildaobi.de

Auftritte

Die Ambossfunken tanzen in den kommenden zwei Wochen gleich fünfmal über diverse Bühnen:15. Februar (Samstag), Sitzung von „Ümmes de Ollen“ in Tetekum22. Februar (Samstag), Sitzung von „Blaupunkt Heide“ in Lüdinghausen23. Februar (Sonntag), Umzug und Kinderkarneval von „Stabil daobi“ in Seppenrade23. Februar (Sonntag), Karnevalsfest bei den Werkstätten Karthaus in Dülmen24. Februar (Montag), Rosenmontagssitzung von „Stabil daobi“ in Seppenrade.

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