WN-Chefredakteur hält Vortrag während Veranstaltung der Senioren Union
Über die Zukunft der Zeitung

Lüdinghausen -

Dass die lokale und regionale Berichterstattung für den Aschendorff Verlag immens wichtig sei, betonte Dr. Norbert Tiemann während seines Vortrags zur Zukunft der Tageszeitung in der Medienlandschaft. Die Senioren Union Lüdinghausen hatte den Chefredakteur der Westfälischen Nachrichten als Redner zu einer Veranstaltung nach Lüdinghausen eingeladen.

Donnerstag, 13.02.2020, 12:31 Uhr aktualisiert: 14.02.2020, 15:34 Uhr
Gespannt lauschten die Senioren Union und ihre Gäste – darunter CDU-Bürgermeisterkandidat Ansgar Mertens (vorne r.) – den Ausführungen von WN-Chefredakteur Dr. Norbert Tiemann über die Zukunft der Tageszeitungen.
Gespannt lauschten die Senioren Union und ihre Gäste – darunter CDU-Bürgermeisterkandidat Ansgar Mertens (vorne r.) – den Ausführungen von WN-Chefredakteur Dr. Norbert Tiemann über die Zukunft der Tageszeitungen. Foto: Michael Beer

„Die lokale und regionale Berichterstattung ist für unser Verlagshaus das Kerngeschäft. Lokale Nähe ist uns deshalb immens wichtig, das gilt auch für unsere Standorte“, sagte Dr. Norbert Tiemann , Chefredakteur der Westfälischen Nachrichten , während seines Vortrags zur Zukunft der Tageszeitung in der sich wandelnden Medienlandschaft. Tiemann war einer Einladung der Senioren Union ins „Hotel zur Post“ gefolgt.

Zunächst aber hieß Anton Holz, Vorsitzender der Senioren Union, einige Gäste willkommen – unter anderem Bürgermeister Richard Borgmann und Ansgar Mertens, der sich als CDU-Kandidat um dessen Nachfolge als Bürgermeister bewirbt und sich kurz vorstellte. Anschließend begann der Vortrag: „Der Journalismus befindet sich im Wandel. Die gedruckten Zeitungsauflagen sinken, die Werbemärkte stehen unter Druck, dafür gewinnt die Kommunikation über die sozialen Netzwerke im Internet. Auch für die regionalen Medienhäuser gewinnt der digitale Vertriebskanal, bei uns ist das wn.de und das E-Paper, immer mehr an Bedeutung.“ Die WN seien nach wie vor sehr erfolgreich unterwegs, lägen mit ihrer Print-Reichweite bundesweit auf dem fünften Platz, berichtete Tiemann.

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Qualitätsjournalismus wird immer gefragt sein

Die Westfälischen Nachrichten blieben als Marke ein wichtiger Teil des täglichen Lebens, schafften Glaubwürdigkeit und Nähe. „Facebook und Twitter halten die rote Laterne, was die Glaubwürdigkeit angeht. Wir sind die letzten Hüter elementarer Werte der christlich-jüdischen Kultur“, betonte der Chefredakteur. Die Art der Nachrichten-Aufbereitung, nicht allein deren Schnelligkeit sei wichtig. Sie sollten die gesellschaftliche Zusammengehörigkeit stärken, der Wahrheit dienen. „Soziale Netzwerke unterliegen keiner Kontrolle, jeder kann da veröffentlichen, was er will. Daher gibt es dort Hass und Fake News“, unterstrich der Referent. „Die Nachfrage nach unseren Nachrichten ist groß, wir müssen sie im Internet aber auch zunehmend bezahlpflichtig machen, weil Qualitätsjournalismus sich sonst nicht länger finanzieren lässt. Auch wenn es irgendwann keine Tageszeitung in Papierform mehr geben wird – Qualitätsjournalismus, tatsachen-basiert, unvoreingenommen und argumentativ abgesichert, wird gefragt sein. Dann vielleicht nicht mehr gedruckt, aber zum Beispiel als elektronische Zeitung, als E-Paper.“ Hier verzeichneten die Verlage in Deutschland sehr ansehnliche Wachstumsraten. Dr. Tiemann stand nach seinem Vortrag den Besuchern in einer engagierten Diskussion mit vielen Fragen Rede und Antwort.

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