„Einst frohe Lande vergeh’n im Brande“: Heute letzte Besichtigungsmöglichkeit
Skulpturen schocken Schüler

Lüdinghausen -

Skulpturen, die bewegen: Die Ausstellung „Einst frohe Lande vergeh‘n im Brande“ in der Burg Lüdinghausen zeigt Werke, die Ereignisse während des Zweiten Weltkrieges veranschaulichen. Am heutigen Donnerstag öffnen sich die Türen ein letztes Mal für Besucher. Der Geschichtskurs der Q 2 des St.-Antonius-Gymnasiums hat die Schau bereits besichtigt – und war erschrocken über die Gräueltaten, die in der Kunst zum Ausdruck gebracht werden.

Donnerstag, 20.02.2020, 06:00 Uhr
Kunst veranschaulicht Kriegsverbrechen: Der Geschichtskurs der Q 2 des St.-Antonius-Gymnasiums hat kürzlich die Ausstellung
Kunst veranschaulicht Kriegsverbrechen: Der Geschichtskurs der Q 2 des St.-Antonius-Gymnasiums hat kürzlich die Ausstellung Foto: St.-Antonius-Gymnasium

Die Ausstellung „Einst frohe Lande vergeh‘n im Brande“ hat jüngst der Geschichtskurs der Q 2 des St.-Antonius-Gymnasiums besucht. Damit folgten sie der Einladung ihres ehemaligen Lehrers Karl-Heinz Kocar in die Räume des KAKTuS Kulturforums auf der Burg Lüdinghausen. Dort befinden sich momentan 42 Exponate einiger polnischer Bildhauer, die es zum ersten Mal in Deutschland zu sehen gibt. Die Deutsch-Polnische-Gesellschaft (DPG) aus Lüdinghausen, deren Vorsitzender Kocar ist, hatte die Werke in die Steverstadt geholt. Die Skulpturen, Reliefs und Bilder stammen aus der Sammlung von Louis Galinski, der laut Pressebericht der Schüler seit vielen Jahren nichtprofessionelle Kunst zusammenträgt, die sich vor allem auf die Zeit des Zweiten Weltkrieges (1939-1945) bezieht.

„Die Ausstellung soll die Kriegsverbrechen der beiden damaligen Großmächte, Deutschland und Sowjetunion, veranschaulichen und auf diese grausamen Taten aufmerksam machen“, erklären die Gymnasiasten in ihren Ausführungen. „Jeder der Künstler liefert einen persönlichen, familiären Bezug zu einem konkreten Ereignis, zu einem Ort, einer Zeit und den beteiligten Menschen.“ Auf diese Weise hätten die Skulpturen den Jugendlichen „die brutalen Erlebnisse der Opfer des Zweiten Weltkrieges ausdrucksstark veranschaulicht“, heißt es weiter. „Für mich war es sehr erschreckend zu sehen, was den Menschen zur damaligen Zeit Schreckliches widerfahren ist. Aufgrund solcher Ereignisse ist es wichtig, Erinnerungskulturen beizubehalten und diesen zu gedenken, um vor Augen zu führen, dass so etwas nicht wiederholt werden darf“, fasste ein Schüler des Geschichtskurses seine Gedanken zusammen. Deshalb sei es wichtig, solche Themen in der Schule zu behandeln.

 

Bis zur offiziellen Finissage am vergangenen Sonntag (16. Februar) haben laut der DGP rund 500 Menschen die Ausstellung „Einst frohe Lande vergeh‘n im Brande“ gesehen. Heute (20. Februar) ist die letzte Gelegenheit, die Skulpturen zu besichtigen. Zwischen 15 und 17 Uhr öffnen sich die Türen in der Burg Lüdinghausen für Besucher.

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