Antrag: Vorrang für Fahrräder im Bereich des Schulzentrums
SPD: Keine Straße ist besser geeignet

Lüdinghausen -

Keine Straße in der Stadt sei besser dafür geeignet, zu einer Fahrradstraße umgewidmet zu werden, finden die Sozialdemokraten. Gemeint ist der Abschnitt der Tüllinghofer Straße zwischen Telgengarten und Kreuzung Bahnhofstraße/Wolfsberger Straße. Ein entsprechender Antrag im Bauausschuss fand jedoch keine Mehrheit.

Mittwoch, 19.02.2020, 11:00 Uhr aktualisiert: 20.02.2020, 19:11 Uhr
Keine Mehrheit fand der SPD-Antrag, die Tüllinghofer Straße zwischen Telgengarten und Kreuzung Bahnhofstraße/Wolfsberger Straße zur Fahrradstraße zu machen.
Keine Mehrheit fand der SPD-Antrag, die Tüllinghofer Straße zwischen Telgengarten und Kreuzung Bahnhofstraße/Wolfsberger Straße zur Fahrradstraße zu machen. Foto: Peter Werth

Sicher ist anders. Das zumindest ist die Einschätzung der SPD , wenn sie die Situation für Kinder und Jugendliche, die das Schulzentrum sowie die Ludgerischule besuchen, auf der Tüllinghofer Straße betrachtet. Und so hatte sie in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bau, Verkehr, Bauerschaften und Umwelt gefordert, den Abschnitt zwischen den Straßen Telgengarten und der Kreuzung Bahnhofstraße/Wolfsberger Straße zur Fahrradstraße umzuwidmen. Durch ein Zusatzzeichen sollte allerdings auch weiterhin Kraftfahrzeugverkehr möglich sein – allein schon wegen der Anlieger und des Schulbusverkehrs.

Sozialdemokrat Dirk Havermeier beschrieb die Lage dort für Kinder und Jugendliche als „konfliktträchtige Situation“ – und das jeden Tag. Vor allem am Kreuzungspunkt mit der Bahnhofstraße ergäben sich immer wieder gefährliche Begegnungen. Gerade dort, so der Antrag der Sozialdemokraten, sollten zudem sogenannte Fahrradschleusen – ähnlich denen an der Stadtfeldstraße – angelegt werden. Bislang ist der Straßenabschnitt als Tempo-30-Zone ausgelegt.

Und genau dabei sollte es auch bleiben, formulierte im Ausschuss Anton Holz für die CDU . Die bisherige Regelung sei ausreichend. Lediglich die Anlegung der Fahrradschleusen trage die CDU mit. Ähnlich sah dies der FDP-Vertreter Willi Wagner.

Markus Kehl (UWG) führte als Argument für eine Fahrradstraße das stete Wachstum der Schülerzahlen an der Sekundarschule an. „Die Kinder sollten Vorrang haben“, erklärte er. Auch die Grünen standen dem SPD-Vorschlag positiv gegenüber, wie Lothar Kostrzewa-Kock bekräftigte.

Havermeier betonte ausdrücklich, dass es in Lüdinghausen „keine andere Straße gibt, auf der sich das anbietet“. Letztlich fand sich aber doch keine Mehrheit für die Fahrradstraße. Einstimmig wurde beschlossen, dass die Lüdinghauser Verwaltung Kontakt mit dem Kreis Coesfeld als zuständige Straßenverkehrsbehörde aufnehmen sollte, um im Kreuzungsbereich Tüllinghofer Straße/Bahnhofstraße die Fahrradschleusen anzulegen.

In seiner Etatrede am Dienstagabend im Rat griff CDU-Fraktionssprecher Bernhard Möllmann das Thema noch einmal auf. Es gebe dringendere Bereiche in der Stadt, wo man etwas tun müsse, verwies er auf die prekäre Situation für Fahrradfahrer etwa auf der Steverstraße. Auch deshalb, so Möllmann, „hat die CDU bei der Abstimmung über den SPD-Antrag uneinheitlich abgestimmt“.

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