Camerata Bottrop begeistert das Publikum mit Stücken von Antonin Dvořák
Streichquintett unternimmt musikalische Reise

Lüdinghausen -

Von Antonin Dvořáks osteuropäischer Heimat bis nach Südamerika: Auf Einladung des Fördervereins des Musikschulkreises Lüdinghausen ließ das Streichquintett Camerata Bottrop am Sonntagabend im Kapitelsaal allerhand klassische Lieder erklingen und nahm das Publikum mit auf eine musikalische Reise.

Montag, 02.03.2020, 19:00 Uhr aktualisiert: 03.03.2020, 12:21 Uhr
Eine Hommage an Antonin Dvořák: Die Musiker der Camerata Bottrop ließen auf Einladung des Fördervereins des Musikschulkreises Lüdinghausen ihre Instrumente im Kapitelsaal
Eine Hommage an Antonin Dvořák: Die Musiker der Camerata Bottrop ließen auf Einladung des Fördervereins des Musikschulkreises Lüdinghausen ihre Instrumente im Kapitelsaal Foto: Arno Wolf Fischer

Kammermusik von Antonin Dvořák (1841-1904) bis Mozart präsentierten am Sonntagnachmittag die Musiker der Camerata Bottrop auf Einladung des Fördervereins des Musikschulkreises Lüdinghausen im Kapitelsaal. Mit einer Auswahl aus slawischen, argentinischen und europäischen Klängen im Gepäck begann die Streicherformation, die sich aus Dozenten verschiedener Musikschulen zusammensetzt, ihr Konzert mit dem Streichquintett G-Dur op. 77 von Dvořák. Eine Entscheidung, die das Ensemble aus gutem Grund getroffen hatte, wie Violoncellistin Ruth Ansorge erklärte: „Es ist ein ganz besonderes Quintett, das uns gut gefällt, weil es so temperamentvoll ist.“ Zudem wählte der Komponist für dieses Werk eine Besetzung aus einem Streichquartett und einem Kontrabass – und damit eine Zusammensetzung, die der Aufstellung der fünf Musiker der Camerata Bottrop entspricht. „Das Quintett passt genau, und es ist keine Bearbeitung nötig“, fasste Ansorge zusammen. Gemeinsam mit Alban Pengili (1. Violine), Oksana Popsuy (2. Violine), und Anke Göntgen (Kontrabass) trat Ansorge vor das Publikum. Die erkrankte Barbara Ravenstein-Holländer (Viola) wurde dabei von Katja Bömers vertreten.

Auch Mozart-Melodien erklingen

Virtuos präsentierten die fünf Musiker das Quintett des böhmischen Komponisten und zogen die Zuhörer dabei von der ersten Minute an in ihren Bann. Entsprechend langanhaltend war dann auch der Applaus, mit dem das Publikum die Camerata Bottrop für ihre gelungene Dvořák-Darbietung belohnte.

„Der zweite Teil wird quasi Klassik light“, kündigte Ansorge daraufhin die weiteren Stücke an, die die musikalische Reise von Dvořáks osteuropäischer Heimat bis nach Südamerika fortsetzten. Im Mittelpunkt standen dabei bekannte Melodien wie Mozarts „Eine kleine Nachtmusik“ oder „Rondo alla Turca“.

Ergänzt wurde das Programm durch den „Kanon in D-Dur“ von Johann Pachelbel sowie den Tango Nuevo „Oblivion“ des Argentiniers Astor Piazzolla, mit dem das Streichquintett bis zum Ende des Konzertes meisterhaft überzeugte. Kein Wunder also, dass das Publikum die fünf Musiker schließlich nicht ohne eine Zugabe ziehen ließ.

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