Veranstaltung des NRW-Umweltministeriums zum Eichenprozessionsspinner
Den Kampf koordiniert führen

Lüdinghausen -

Vertreter aus 50 Kommunen des Landes trafen sich am Mittwoch in der Burg Lüdinghausen zum Austausch über die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners. Dabei wurde ein jüngst erstellter Leitfaden vorgestellt. Eingeladen zu der Veranstaltung hatte das NRW-Umweltministerium. Die Initiative dazu stammte von Bürgermeister Richard Borgmann.

Donnerstag, 05.03.2020, 07:00 Uhr aktualisiert: 05.03.2020, 16:38 Uhr
Staatssekratär Dr. Heinrich Bottermann (r.) und Bürgermeister Richard Borgmann
Staatssekratär Dr. Heinrich Bottermann (r.) und Bürgermeister Richard Borgmann Foto: Peter Werth

Der Eichenprozessionsspinner hält die Kommunen in Nordrhein-Westfalen schon seit geraumer Zeit in Atem. Der Befall der Raupen macht vor keiner Stadt- oder Dorfgrenze halt. Niemand ist davor gefeit. Auf Initiative von Bürgermeister Richard Borgmann hatte das NRW-Umweltministerium am Mittwoch Vertreter der Kommunen des Landes zu einer Informationsveranstaltung in die Burg Lüdinghausen eingeladen. Im Kapitelsaal trafen dabei 110 Teilnehmer aus 50 Städten und Gemeinden in NRW zusammen – unter ihnen Bürgermeister sowie Umweltbeauftragte aus Köln, Münster, Remscheid sowie verschiedenen Städten Ostwestfalens oder der Eifel.

„Wir müssen uns mit dieser Sache landesweit auseinander setzen“, erklärte Dr. Heinrich Bottermann , Staatssekretär im Umweltministerium . Inzwischen sei ein Leitfaden erarbeitet worden, der in der Veranstaltung vorgestellt wurde. Dabei, so Bottermann, sei es darum gegangen, die bisher gemachten Erfahrungen bei der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners der einzelnen Kommunen zu sammeln. Daraus solle das weitere Vorgehen gegen die Raupen des Schmetterlings besprochen werden. Es gehe darum, die Bekämpfung zu koordinieren.

Mit der Entwicklung des Leitfadens, der laut Bottermann Anfang April in seiner endgültigen Fassung veröffentlicht werden soll, waren verschiedene Experten nicht nur aus dem Ministerium selbst beschäftigt. Im Verlauf des Treffens wurden verschiedene Bekämpfungsansätze angesprochen. Diese sollen in der Folge bewertet und in den Leitfaden aufgenommen werden. So berichtete etwa Lüdinghausens Umweltbeauftragter Heinz-Helmut Steenweg unter anderem auch über vorbeugende Maßnahmen der Stadt. Aber: „Ein Allheilmittel gibt es nicht“, sagte Bottermann.

Kein Thema, so Borgmann, sei dabei die Finanzierung der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners gewesen. Dabei belaste dies die Haushalte der Städte nicht unwesentlich. „Die einzelne Kommune ist dabei überfordert“, erklärte er. Allein Lüdinghausen habe dafür im vergangenen Jahr einen sechsstelligen Euro-Betrag aufwenden müssen. In 2020 dürfte es noch mehr werden.

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