Mitsingkonzert im Kapitelsaal
Frauenpower trifft auf geballte Stimmkraft

Lüdinghausen -

Vor allem bei den Frauen haben die Organisatoren einen Nerv getroffen: Das Mitsingkonzert am Freitag im Kapitelsaal der Burg Lüdinghausen war bestens besucht. Gemeinsam ließen die Damen und eine Handvoll Herren ihre Stimmen erklingen.

Montag, 09.03.2020, 08:34 Uhr aktualisiert: 09.03.2020, 08:40 Uhr
Volles Haus: Das Mitsingkonzert am Freitagabend hat jede Menge Musik liebende Menschen in den Kapitelsaal gelockt.
Volles Haus: Das Mitsingkonzert am Freitagabend hat jede Menge Musik liebende Menschen in den Kapitelsaal gelockt. Foto: Inga Kasparek

„Ein Mitsingkonzert anlässlich des Internationalen Frauentages“ hieß es in der Vorankündigung des Events – und das reichte ganz offensichtlich aus, um die Männer zu verunsichern. Lediglich eine Handvoll Herren traute sich am Freitagabend in den Kapitelsaal der Burg Lüdinghausen, wo „mitsingen, summen und tirilieren“ ausdrücklich erwünscht waren.

Auch auf der Bühne herrschte Frauenpower. Jule Vollmer (großes Bild, r.), zuständig für Gesang, Animation und Moderation, wurde zwar musikalisch von einem Mann begleitet, aber der blieb komplett im Hintergrund.

„Froh zu sein, bedarf es wenig“ zu Anfang und „Always look to the bright side of life“ am Schluss waren wohl die Botschaften, die dem Publikum überbracht werden sollten. Den Wunsch nach Frieden und heiler Welt spiegelten die Titel in der zweiten Hälfte nach der Pause wider. Dazwischen stellte die Künstlerin viele bekannte Lieder vor und lud das Publikum zum Mitsingen ein.

Lieder behandeln Sehnsüchte der Frauen

Gittes „Ich will alles“ ebenso wie Hildegard Knefs „Sei mal verliebt“ oder „Für mich soll‘s rote Rosen regnen“, erst recht „Zehn kleine Männerlein“ – sämtliche Titel umschrieben die romantische, aber auch leicht rebellische Sehnsucht der Frauen.

Das änderte sich dann aber nach der Unterbrechung. „Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“ – konsequenterweise hätte es besser von einem Mann gesungen werden sollen – leitete über zu Volksliedern wie „Heile, heile Gänschen“ oder „Die Gedanken sind frei“, immer wieder unterbrochen von kleinen Geschichtchen, die das „schwache Geschlecht“ kein bisschen schwach erscheinen ließen.

Das Publikum ließ sich bei jedem Song dazu animieren, mitzusingen, zu klatschen und zu pfeifen. Dennoch tat es der Gesamtstimmung ein wenig Abbruch, dass der Kapitelsaal als Veranstaltungsraum während der Vorstellung vollständig abgedunkelt wurde, so dass die Darstellung von Vollmer, ihre Gestik und ihre Mimik völlig untergingen.

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