Taxi Nee: Not macht erfinderisch
Plastikfolie als Schutz vor Corona

Lüdinghausen -

Taxiunternehmer Rainer Nee hat sich angesichts der Corona-Krise eine besondere Schutzmaßnahme für seine Fahrzeugflotte einfallen lassen. Eine Plastikfolie trennt den Bereich der Fahrgäste von den Vordersitzen. Und: Der Beifahrersitz bleibt frei.

Mittwoch, 25.03.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 25.03.2020, 15:05 Uhr
Taxiunternehmer Rainer Nee hat seine Fahrzeuge mit einer Trennfolie zwischen Fahrgastraum und Fahrer ausgerüstet. Zudem dürfen Kunden nur noch hinten einsteigen.
Taxiunternehmer Rainer Nee hat seine Fahrzeuge mit einer Trennfolie zwischen Fahrgastraum und Fahrer ausgerüstet. Zudem dürfen Kunden nur noch hinten einsteigen. Foto: Peter Werth

Es ist nicht, wie aus den guten alten London-Taxis bekannt, eine hin und her schiebbare Glasscheibe, die Fahrer und Kundschaft separiert. In den Taxis von Rainer Nee trennt derzeit eine Plastikfolie den Fond des Fahrzeugs von den Fahrern – Coronavirus sei Dank. „Wir können im Taxi nun mal keine zwei Meter Abstand zu unseren Fahrgästen halten“, erklärt der Unternehmer. Daher sei er auf diese Notlösung gekommen.

Zudem, so sagt er, dürfen Kunden jetzt nur noch hinten einsteigen, der Beifahrersitz bleibt leer. Darauf mache auch ein rotes Schild an der Beifahrertür aufmerksam. „Wir müssen unsere Fahrer schützen“, so Nee. Schließlich gehörten auch einige seiner Mitarbeiter zu einer der Risikogruppen in Sachen Corona. Die nun getroffene Maßnahme biete aus seiner Sicht „ein Mindestmaß an Sicherheit für Personal und Kunden“. Ein Infoblatt in jedem der Taxis informiere über den Hintergrund der getroffenen Vorsichtsmaßnahmen. Insgesamt verfüge sein Unternehmen über 28 Fahrzeuge. 13 davon habe er am Montag stillgelegt. Bis auf Krankenfahrten sei das Geschäft nahezu lahmgelegt, beschreibt er die Auswirkungen der Corona-Krise. Er habe definitiv Existenzängste, „wenn diese Situation länger andauert“.

Um möglichen Corona-Infizierungen vorzubeugen, hat sich Nee einen Ozongenerator angeschafft. Mit diesem Gas, das Viren bekämpft, werde seine Taxi-Flotte regelmäßig gründlich gereinigt und anschließend über Stunden durchgelüftet. „Wir versuchen das Maximum für unsere Kunden zu tun“, sagt er.

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