Dringender Appell des St.-Marien-Hospitals
Schutzmasken gesucht

Lüdinghausen -

Einen deutlichen Anstieg der Zahlen an Corona-Infizierten erwartet das St.-Marien-Hospital in den nächsten Wochen. Daher werden für das Personal an Pflegekräften und Ärzten dringend FFP-2-Masken gesucht.

Donnerstag, 26.03.2020, 10:27 Uhr aktualisiert: 27.03.2020, 13:30 Uhr
Das Lüdinghauser Krankenhaus benötigt angesichts der Corona-Pandemie dringend FFP-2-Masken.
Das Lüdinghauser Krankenhaus benötigt angesichts der Corona-Pandemie dringend FFP-2-Masken. Foto: Stadt Lüdinghausen

Das St.-Marien-Hospital rechnet in den nächsten Wochen mit einer steigenden Anzahl an Patienten, die am Coronavirus erkrankt sind, und möchte gut vorbereitet sein. Die Beschaffung von FFP-2-Masken sei zurzeit jedoch schwierig, heißt es daher in einer Pressemitteilung der Stadt.

Die Mitarbeiter des Krankenhauses tragen zum Eigenschutz eine Schutzbrille, Kopfschutz, Schutzkittel, Handschuhe und einen Atemschutz in Form einer FFP-2-Maske. Das Einatmen kleinster Partikel wie Viren werde durch FFP-2-Masken effektiv verhindert. Dr. Jörg Siebert , ärztlicher Direktor des St.-Marien-Hospitals, weist eindringlich darauf hin, dass insbesondere die Atemschutzmasken derzeit „ein riesiges Problem in der Beschaffung darstellen“. Krankenhäuser hätten unzureichenden Zugriff auf den Nachschub.

Ein Teil der Produktionsstandorte der Masken liege im Ausland und exportiere derzeit nicht oder nur zögerlich. Daher sei es unbedingt notwendig, die industrielle Produktion der Masken in Deutschland zu erhöhen. Bis dies geschieht, ist das St.-Marien-Hospital auf Zuwendungen von Masken, die auch in verschiedenen Industriezweigen zum Schutz dortiger Mitarbeiter vor Staub- und Abriebpartikeln eingesetzt werden, angewiesen.

Das St.-Marien-Hospital als Regionalkrankenhaus des südlichen Münsterlandes bittet gemeinsam mit den dem Verbund angehörenden Städten und Gemeinden Ascheberg, Nordkirchen, Senden, Olfen, Selm und Lüdinghausen alle Firmen in der unmittelbaren Umgebung darum, ihre Bestände zu prüfen und nach Möglichkeiten zu suchen, FFP-2-Masken an das Krankenhaus abzugeben.

„Wir würden uns riesig freuen, wenn Sie diesem Aufruf folgen würden und in dieser schwierigen Zeit einen wichtigen Beitrag leisten“, so die Bürgermeister der Städte und Gemeinden, Dr. Bert Risthaus, Dietmar Bergmann, Sebastian Täger, Wilhelm Sendermann, Mario Löhr und Richard Borgmann, heißt es in dem Pressetext abschließend.

 

Die Unternehmen können sich unter 0 25 91/23 12 10 an das St.-Marien-Hospital wenden, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Außerhalb der üblichen Geschäftszeiten sind Mitarbeiter unter  0 25 91/23 13 14 erreichbar.

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